Zwischenschritt im Machtkampf um Schmolz+Bickenbach

Beim Emmer Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen den Hauptaktionären und dem Verwaltungsrat. Nun haben die Konfliktparteien eine Einigung über das weitere Vorgehen erzielt.

Gebäude der Schmolz + Bickenbach in Emmen.

Bildlegende: Gebäude der Schmolz + Bickenbach in Emmen. Keystone

Der aktuelle Verwaltungsrat und sein Gegenpart - die deutsche Gründerfamilie und der russische Investor Viktor Vekselberg mit seiner Firma Renova - haben eine Vereinbarung unterzeichnet, teilte Schmolz+Bickenbach am Mittwoch mit.

Die Gründerfamilie und die Renova können nun im Hinblick auf eine mögliche Übernahme die Bücher von Schmolz+Bickenbach genauer einsehen. Zudem dürfen sie mit Banken Verhandlungen über eine Kapitalerhöhung führen, allerdings unter der Leitung der Konzernführung. Im Gegenzug lässt der Verwaltungsrat von Schmolz+Bickenbach das Übernahmeangebot von Renova von unabhängiger Seite beurteilen.

Die Gründerfamilien und Vekselberg haben bis Mitte August Zeit zu entscheiden, ob sie erneut eine umfangreichere Kapitalerhöhung vorschlagen wollen. Im September soll dann eine ausserordentliche Generalversammlung stattfinden, um Klarheit über die Zukunft des Konzerns zu schaffen.