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Zürich Schaffhausen 10 Jahre Masoala-Halle mit einem Blick «von oben»

Perspektivenwechsel zum Jubiläum: Der Zoo Zürich feiert das 10jährige Bestehen seines Regenwaldes mit einem Baumkronenweg. Dieser führt die Besucher in bis zu 18 Metern Höhe durch die Masoala-Halle. Die Erfolgsgeschichte des Madagaskar-Projekts dürfte damit weiter gehen.

Der Blick zurück ist für Zoo-Direktor Alex Rübel ein erfreulicher: In den bald zehn Jahren, seitdem es die Masoala-Halle gibt, haben rund zehn Millionen Personen den «Zürcher» Regenwald besucht. Er ist damit ein Dauerbrenner, und das dürfte noch einige Jahre so bleiben. Denn zum 10-Jahr-Jubiläum hat der Zoo Zürich die Halle um einen Baumkronenweg erweitert, der am Mittwoch eröffnet wird.

Ich bin hier auf der gleichen Höhe wie dieser Vasapapagei, man sieht die roten Vari herumturnen, wie die Flughunde am futtern sind, das gibt nochmals einen ganz neuen Einblick.
Autor: Alex RübelDirektor Zoo Zürich

Dieser neue Blick von oben ist auch für ihn noch ungewohnt.

Masoala-Halle verpflichtet

Der Nachbau eines Stücks Regenwald der Insel Madagaskar ist für den Zoo Zürich aber auch eine Verpflichtung. Er hat sich damit auch dem Schutz des Nationalparks im Nordosten Madagaskars verschrieben.

Seit 1995 habe der Zoo über 3,3 Millionen Franken in Naturschutzprojekte investiert. Davon hätten bis jetzt 37'000 Menschen profitiert. Zudem seien dadurch 2100 km2 Regenwald langfristig geschützt worden.

Diese Bilanz des Zoos mögen nicht alle bejubeln. Kritiker sprechen von der Enteignung lokaler Bauern zugunsten des Nationalparks. Alex Rübel relativiert: «Wir haben den betroffenen Bauern das Land ersetzt.» Anders als früher könnten sie aber heute keinen neuen Wald mehr abholzen. Deshalb sind neue Einkommensquellen für die Einheimischen gefragt. Und bis hier alle eine neue Perspektive gefunden hätten, brauche es noch viel Arbeit.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Eva Keller, Winterthur
    Im Text oben gibt es zumindest eine Aussage, die nicht korrekt ist. In einem Dorf am Rande des Masoala Nationalparkes, in dem ich seit Jahren ethnologische Forschung durchführe, wurden 4 Familien sogenannt entschädigt: in 2 Fällen mit lächerlichen Geldsummen (in 1 Fall der Wert eines Kochtopf), in 2 Fällen kauften die Familien mit dem Geld neues Land ausserhalb des Parks, das später bei einer Verschiebung der Parkgrenze wiederum eingezont wurde. 57 weitere Familien erhielten absolut nichts...
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