15 Jahre Haft für Todesfahrer von Lambada-Bar

Vergewaltigung und fahrlässige Tötung: Das Bezirksgericht Zürich sprach einen 27-jährigen Mann schuldig und verurteilte ihn zu 15 Jahren Haft. Er hatte vor zwei Jahren eine Frau brutal vergewaltigt und danach auf der Langstrasse einen Fussgänger zu Tode gefahren.

Die Unfallstelle bei der Lambada Bar an der Zürcher Langstrasse. Ein Fussgänger wurde bei dem Unfall getötet.

Bildlegende: Die Unfallstelle bei der Lambada Bar an der Zürcher Langstrasse. Ein Fussgänger wurde bei dem Unfall getötet. Keystone

Das Gericht sprach den Mann schuldig der schweren Vergewaltigung, schweren sexuellen Nötigung, versuchten schweren Körperverletzung, fahrlässigen Tötung und diverser weiterer Delikte.

Der Mann hatte sein Opfer unter anderem mit einer Stahlrute geschlagen, gebissen, mit dem Tod bedroht und mehrmals vergewaltigt. Dass der Sex mit der Frau einvernehmlich erfolgt war, wie der Angeklagte geltend machte, glaubte der Richter nicht.

Nach den Vergewaltigungen setzte sich der betrunkene Mann in sein Auto und brauste in verbotener Richtung durch die Langstrasse. Vor der Lambada-Bar geriet der Wagen ins Schlingern und prallte heftig in fünf Leute, die dort zufällig auf dem Trottoir standen. Ein 39-Jähriger wurde getötet, die vier anderen teils schwer verletzt. Der Fahrer wurde festgenommen und sitzt seither im Gefängnis.

Sein Verteidiger will das Urteil des Bezirksgerichts Zürich weiterziehen.