Zum Inhalt springen

150 Jahre Kinderspital «Früher war es sehr einsam als Patient»

Als sich noch «Wärterinnen» um die kleinen Patienten kümmerten und Eltern nur zwei Stunden Besuchszeit erlaubt war.

Legende: Video 150 Jahre Chispi: Kinderspital Zürich im Wandel abspielen. Laufzeit 8:06 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 15.03.2018.

Vor 150 Jahren legte der Zürcher Conrad Cramer mit einer Spende den Grundstein für das heutige Zürcher Kinderspital. Er gründete zu Ehren seiner früh verstorbenen Frau Maria Eleonora die «Eleonorenstiftung».

Eröffnet wurde das heutige Kinderspital allerdings erst 1874, im Hottingen-Quartier, wo es heute noch steht. Um die kranken Kinder kümmerten sich damals sogenannte «Wärterinnen».

«Das waren vor allem mittellose, wenig gebildete Frauen», erzählt die heutige Pflegedirektorin am Kinderspital, Bettina Kuster. Der Beruf der «Wärterin» sei gesellschaftlich nicht hoch angesehen gewesen.

Nur zwei Stunden Besuchszeit pro Woche

Neben dem Pflegepersonal wurden auch die kleinen Patientinnen und Patienten anders behandelt als heute. «Es war alles sehr hierarchisch und es ging einfach darum die Kinder zusammenzuflicken», erzählt der ehemalige Patient Hansruedi Silberschmidt.

Wegen einer Lungenkrankheit musste Silberschmidt inmmer wieder ins Spital. Dabei sei er oft einsam gewesen. Eltern durften ihre Kinder bis in die 1950er Jahre nur am Mittwoch und am Sonntag für je eine Stunde im Spital besuchen.

Heute sieht sich das Kinderspital als Familienspital. «Eltern können rund um die Uhr bei ihren Kindern sein», so Bettina Kuster. Ausserdem werde die ganze Familie betreut.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
    Das Universitäts-Kinderspital Zürich feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Dazu weiss die Limmattaler Zeitung noch eine Pointe mehr! So werden unter anderem am 15. April 150 Kinder als Ärzte, Pflegende und Patienten verkleidet am Sechseläuten-Kinderumzug mitlaufen. Ich hätte zum Kinderspital Zürich eine wahre Geschichte zu erzählen!!! Diese Geschichte sparen wir uns für die Öffentlichkeit auf!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen