175 Jahre Welti-Furrer: Von der Pferdekutsche zum Pneukran

Vor 175 Jahren gründete der Zürcher Postillion Jakob Furrer eine Fuhrhalterei, die sich zu einem der grössten Transportunternehmen der Schweiz entwickeln sollte. Dies, obwohl sich kein Geringerer als Richard Wagner seinerzeit über Furrers grobes Geschäftsgebaren beklagte.

Richard Wagner war Jakob Furrer ein ganzes Jahr Taxigeld schuldig. Als die Wagners Zürich für immer verlassen wollten, forderte Furrer auf unzimperliche Art die Summe ein - sehr zum Ärger des grossen Komponisten. Dies ist nur eine von vielen Anekdoten aus der 175jährigen Firmengeschichte von Welti-Furrer. Das Unternehmen, das als kleine Fuhrhalterei in Zürich begann, ist heute Spezialist für internationale Geschäfts-, Kunst- und Schwertransporte.

Huckepack, Automiete und Taxifunk

Welti-Furrer war innovativ. Um 1900 verlud die Firma bereits Lastwagenanhänger auf die Bahn und nahm so das Huckepack-System vorweg. Um 1930 bot Welti-Furrer die erste Autovermietung der Schweiz an, um 1950 den ersten Taxi-Funk Europas; später entstand daraus die Zürcher Taxizentrale.

Ein Kran, höher als der Prime Tower

In der Zeit der grossen Kraftwerkbauten spezialisierte sich Welti-Furrer auf Schwertransporte. Die Zürcher Firma hatte als einzige das Know-how, die schweren Generatoren in die abgelegenen Bergtäler zu bringen. Heute besitzt Welti-Furrer unter anderem den grössten Pneukran der Schweiz. Vollständig ausgefahren ist er höher als der Zürcher Prime Tower.

Grosse Werkschau zum Jubiläum

Am Nachmittag des 1. Juni feiert Welti-Furrer den 175. Geburtstag mit einer Werkschau auf dem Firmenareal an der Zürcher Pfingstweidstrasse gleich beim Bahnhof Hardbrücke. Gezeigt werden historische und moderne Fahrzeuge, vom frühen Zürcher Motortaxi bis zu Nutzfahrzeugen der jüngsten Generation. Welti-Furrer betreibt neuerdings auch Hybrid-Busse und Hybrid-Lastwagen.