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Zürich Schaffhausen 25 Jahre Überlebenshilfe für Drogensüchtige in der Stadt Zürich

Die Einführung sogenannter «Fixerstübli» war ein Meilenstein in der Drogenpolitik. Sie entstanden unter dem Eindruck des Drogenelends am Platzspitz. Im Dezember 1990 stimmte die Zürcher Bevölkerung der Einrichtung von Kontakt- und Anlaufstellen für Drogensüchtige definitiv zu.

Zwei Nierenschalen mit einem Löffel und einer Einwegspritze, daneben Alkoholtupfer, stehen für die Süchtigen bereit.
Legende: Sauberes Spritzbesteck für den Konsum: Auch heute noch trägt dieses Angebot zur Gesundheit der Süchtigen bei. Keystone

Schadensminderung – unter diesem Stichwort wurde die Überlebenshilfe für Süchtige als 4. Säule in die damalige Drogenpolitik eingeführt. Die Kontakt- und Anlaufstellen waren der Kern des Angebots. Die Süchtigen bekamen dort saubere Spritzen, um ihren Stoff zu konsumieren. Sie konnten für wenig Geld etwas essen und ihre Kleider waschen.

Die Lehre aus dem Platzspitz

Die Stadt reagierte damit auf die zweifelhafte Bekanntheit, die sie mit den Bildern des Elends im «Needlepark» Platzspitz weltweit erhalten hatte. Und auf die Einsicht, dass der Drogenszene mit Repression, Prävention und Therapie – den drei klassischen Säulen der Drogenpolitik – nicht beizukommen war.

Die mit dem Volksentscheid definitiv eingeführten Angebote für Süchtige «leisteten einen grossen Beitrag zum Verschwinden der offenen Drogenszene», schreibt die Stadt in einer Mitteilung zum 25-jährigen Jubiläum. Erst mit diesem Angebot wurde es möglich, die Drogenszene am Platzspitz und später auch beim Bahnhof Letten aufzulösen. Dank diesen Angeboten findet in Zürich der Drogenkonsum kaum mehr in der Öffentlichkeit statt.

Aus Anlass des Jubiläums lädt die Stadt zu verschiedenen Veranstaltungen ein und öffnet am Samstag eine der Kontakt- und Anlaufstellen für die Bevölkerung. Denn auch heute müssen nach Meinung der Stadt neue Ideen für die Drogenhilfe diskutiert werden.

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