Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen 3000 Franken Vermittlungsprämie für Kindergärtnerinnen

Um die vielen offenen Stellen in den Kindergärten zu besetzen, hat die Stadt Kloten eine besondere Aktion gestartet. Sie zahlt ihren Lehrerinnen und Lehrern eine Prämie, wenn diese eine neue Kindergarten-Lehrperson vermitteln. Mit Erfolg.

Leere Stühle in einem Kindergarten
Legende: Die Stühle der Kindergarten-Kinder sind ab August wieder voll besetzt. Und jener der Lehrerin? Keystone

Es sei zur Zeit gar nicht einfach, genügend Lehrpersonen für den Kindergarten zu finden, sagt Elsbeth Fässler von der Schule Kloten: «Wenn Sie sich die Stellenbörsen anschauen, sehen Sie ganz viele Gemeinden, die derzeit Kindergärtnerinnen und Kindergärtner suchen. Es ist wirklich enorm schwierig.»

Dies bestätigt auch Brigitte Fleuti vom Kindergartenverband des Kantons Zürich: «Meines Wissens sind zur Zeit noch ungefähr hundert Stellen unbesetzt. Das ist viel für unseren Kanton.»

«Gleich teuer wie ein Inserat»

Kloten geht deshalb neue Wege, wie Elsbeth Fässler gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF erklärte: «Wenn jemand aus unserer Lehrerschaft eine neue Kindergarten-Lehrperson vermittelt, bezahlen wir eine Prämie von 3000 Franken.» Bedingung sei, dass die neue Lehrperson mindestens während der fünfmonatigen Probezeit angestellt bleibe.

Klar sei dies viel Geld, sagt Elsbeth Fässler von der Schule Kloten: «Aber es muss ja auch attraktiv sein. Ausserdem kostet ein Inserat etwa gleich viel.» Brigitte Fleuti vom Kindergartenverband begrüsst die Aktion: «Ich finde das originell. Offenbar ist unser Beruf eine so hohe Prämie wert!»

Die Prämien-Aktion zeigte bereits Erfolg: Eine erste Kindergaten-Stelle konnte Kloten so bereits besetzen.

2 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Sascha Stalder, Oberdiessbach
    Wohl wieder ein Resultat der Verakademisierung gewisser Berufe. Gleiches Problem wie Hebamme beispielsweise.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von W. Pip, Züri
      Sie sagen es. Und wenn manch ein Politiker diese Überakademisierung wegen des Europäischen Kontextes (=an der selben Krankheit leidend) die Rückkehr zu mehr Laien- und Lehrberufen in Abrede stellt, dann werde ich nicht müde, das zu präzisieren: Es steckt mittlerweile zu viel Geld in der Ausbildungs- und Zertifizierungindustrie dahinter. Es ist lukrativ, eine Gesellschaft auszubluten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen