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400 Nager im Kanton Zürich Biber auf dem Vormarsch

Das scheue Nagetier breitet sich aus. Im Kanton Zürich hat sein Bestand innert drei Jahren um fast ein Drittel zugelegt.

Spuren in der Natur

Bereits 400 Biber leben heute auf Kantonsgebiet, und erstmals wurde auch ein Tier in der Stadt Zürich gesichtet. Bei einem Augenschein in Neftenbach zeigt die Biberfachstelle des Kantons Zürich unserem Reporter Spuren, welche Biber in der Natur hinterlassen – zum Beispiel einen fast durchnagten Ast.

angenagter Baumast
Legende: SRF

Gratis renaturiert

Mit vier Metern Breite und zwei Metern Höhe ist der Biberbau bei Neftenbach einer der grössten im Kanton Zürich. Fünf Jahre lang hat eine Biberfamilie daran gebaut und dadurch eine Weiherlandschaft geschaffen, die Raum für neue Artenvielfalt bietet. So nimmt der Biber dem Menschen teure Arbeit ab.

Biberdamm
Legende: SRF

Hier bitte nicht!

Staut der Biber den Bach an der falschen Stelle, werden unter Umständen Äcker oder Keller überschwemmt. Mit einem Trick zeigt das Zürcher Biber-Team deshalb den Nagern, wo sie keine Dämme errichten sollen: Mit Kieselsteinen gefüllte Pet-Flaschen, die im Wasser hängen, stören die Tiere beim Bauen.

Petflaschen hängen über Bach
Legende: SRF

Der Biber-Spezialist

Urs Wegmann leitet die Biberfachstelle des Kantons Zürich. Vor Ort erklärt er den Sinn seiner Arbeit: Zusammen mit seinem Team sorgt er dafür, dass sich Tier und Mensch nicht in die Quere kommen. Unter anderem muss er verhindern, dass angenagte Bäume auf Wanderwege, Strassen oder Häuser stürzen.

Mann auf dem Feld erklärt
Legende: SRF

Der Protagonist

Der Biber ist scheu, man bekommt ihn nur sehr selten zu Gesicht. Urs Wegmann hat deshalb ein ausgestopftes Tier zur Ansicht mitgebracht. Dieser Biber wog stattliche 25 Kilo, als er von einem Auto überfahren wurde. Biber sind stark und fleissig: In einer Nacht können sie 20 Zentimeter hohe Dämme bauen.

ausgestopfter Biber
Legende: SRF

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2 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    ihr biber, ihr wölfe, ihr füchse und dachse, marder, bären und wildschweine. menschen, vor allem stadtmenschen haben eine romantische vorstellung von natur und eurer putzigkeit. der prüfstein ist dort, wo es zur reibung der einen mit den anderen kommt. menschen mögen tiere am liebsten im zoo, schön versorgt, wie sie auch die eigenen kinder, in der schule oder vor dem iphone versorgt wissen möchten. menschen mögen 'wildtiere', die sie mit highendgeräten fotogen ablichten oder abzuknallen können.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Der Biber geniesst heute bei vielen Menschen grosse Sympathie. Seine Lebensweise fasziniert, seine Leistungen als Holzfäller, Damm- und Burgenbauer lösen Staunen aus. Von jahrhundertelanger Bejagung, die zur Ausrottung führte, über die erfolgreiche Wiederansiedlung bis zum Sympathieträger für heutige Naturschutzanliegen. Biber sind die Landschaftsgärtner in unserer Natur. Biber bringen grössere Strukturvielfalt und damit zu mehr Biodiversität. Schön, dass er wieder richtig heimisch wird.
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