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50 Jahre Schutzverband «Wir wollen Lösungen für alle Himmelsrichtungen»

Legende: Audio Interview Thomas Hardegger (19.11.2017) abspielen. Laufzeit 17:00 Minuten.
17 min, aus Regi ZH SH vom 19.11.2017.

SRF: Ihr Verband feiert nun sein 50-jähriges Jubiläum. Gibt es überhaupt etwas zu feiern, haben Sie wirklich etwas erreicht?

Thomas Hardegger: Wenn wir alles erreicht hätten, müsste es heissen, es braucht den Verband nicht mehr. Tatsache ist aber, dass der Lärm gerade in den Nachtrandstunden (bis 23.30 Uhr) zunimmt. Danach gilt die Nachtruhesperre. Diese kam auch dank dem Schutzverband zustande.

Seit Deutschland im Jahr 2000 den Staatsvertrag kündigte, gibt es unterschiedliche Interessen zwischen den verschiedenen Himmelsrichtungen. Es gibt deshalb auch zahlreiche neue Verbände. Braucht es da den Schutzverband noch?

Wir sind immer noch der Verband, der aus allen Himmelsrichtungen Gemeinden hat. Wir wollen Lösungen, die für alle aufgehen.

Sie verlangen, dass der Flughafen die Lärmgebühren am Abend noch stärker erhöht. Der Bund will dieses Reglement nun extern untersuchen lassen. Wieso wehren Sie sich dagegen?

Wir haben das Gefühl, der Gutachter (Andreas Wittwer von der Universität St. Gallen) ist zu nahe an der Luftfahrtindustrie. Er hat viele Aufträge vom Flughafen und den Fluggesellschaften. Wir zweifeln an seiner Neutralität. Deshalb haben wir beim Bund interveniert.

Thomas Hardegger

Der 61-jährige Thomas Hardegger ist ein politisches Urgestein. Seit 2011 sitzt er als SP-Vertreter im Nationalrat zuvor gehörte er mehrere Jahre dem Zürcher Kantonsrat an. In seiner Wohngemeinde Rümlang ist er seit 2006 Gemeindepräsident. Dieses Amt gibt er jedoch im Frühjahr ab. Den Flughafen Schutzverband präsidiert er seit 2010.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    mehr denn je braucht es menschen, verbände die sich zwischen die menschen und eine alles vereinahmende technik stellen. will der bund nur annährend klimaziele erreichen, müssten kurzstreckenflüge gestrichen werden und den bundesbahnen oberste priorität eingeräumt werden. so manche politikerInennn und sogenannte objektive unis sind eng verbandelt mit den lobbyisten, die noch immer die persönliche freiheit und mobilität an eine ungembremste und unreflektierte transportpolitik koppeln wollen.
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