500 Mal «Kasper» - das reicht

Wenn es um Theatervorführungen für Kinder geht, dann ist die Zürcher Märchenbühne ein sicherer Wert. Dieses Jahr ist am Hechtplatz der «Räuber Hotzenplotz» an der Reihe. Der Klassiker wird so gezeigt, wie ihn das Publikum mag. Nur die Rollen sind etwas anders verteilt.

Nach 500 Mal «Kasper» neu der «Zauberer Zwackelmaa»: Erich Vock auf der Zürcher Märchenbühne.

Bildlegende: Nach 500 Mal «Kasper» neu der «Zauberer Zwackelmaa»: Erich Vock auf der Zürcher Märchenbühne. ZVG

So, wie die Zürcher Märchenbühne den «Räuber Hotzenplotz» zeigt, so muss er sein. Die Mundart-Version, das Hörspiel von Ines Torelli, ist heute noch genauso beliebt wie eh und je. Und die Zürcher Märchenbühne setzt nicht nur akkustisch auf Tradition. Auch das Bühnenbild sieht seit Jahrzehnten gleich aus. Alles soll eigentlich so bleiben, wie es ist. Das wird vom Publikum erwartet.

Erich Vock ist nicht mehr der «Kasper» - Bella Neri wird zum «Grosi»

Nur: Die Schauspieler werden älter - es kommt zum Beispiel der Moment, wo jemand zu alt ist, um den «Kasper» zu spielen oder keine Lust mehr hat. Und so bleibt in der aktuellen Produktion eben nicht alles, wie es ist - wenigstens was die Rollenverteilung angeht.

Erich Vock zum Beispiel, der rund 500 Mal als «Kasper» auf der Märchenbühne stand, übernimmt die Rolle des «Zauberer Zwackelmaa». Und Bella Neri, die noch vor Vocks Zeiten den «Seppli» darstellte, sie spielt jetzt das «Grosi».

Hilfe vom alten für den neuen «Kasper»

Neu als «Seppli» und «Kasper» glänzen nun Nico Savary Bahl und Marc Haller. Letzterer meint: «Das ist eine grosse Ehre für mich, aber auch ein gewisser Druck, es genauso gut zu machen wie Erich Vock.»

Vock selber ist seinem Nachfolger unterstützend zur Seite gestanden. Und hat gar kein Problem, die Rolle des Kasper abzugeben. Im Gegenteil: «Ich habe mich schon lange auf gewisse Szenen gefreut, die ich nun als «Zauberer Zwackelmaa» spielen darf.»