75 Jahre Museum zu Allerheiligen: Alte Sammlung in neuem Glanz

Ein «vorbildliches Heimatmuseum» schaffen und gleichzeitig das Kloster Allerheiligen erhalten: Zu diesem Zweck wurde das Museum zu Allerheiligen vor 75 Jahren gegründet. Nun wird das Jubiläum gefeiert, mit Fanfaren aus 1000jährigen Schneckenhörnern und einer neuen Inszenierung der Sammlung Ebnöther.

Eine peruanische Totenmaske aus Metall mit Ohrringen aus grüner Jade und Löwenfiguren.

Bildlegende: Mit dem neuen iPad-Guide können die Besucher jedes Detail entdecken - auch von der peruanischen Totenmaske. zvg

Mit dem Landesmuseum als Vorbild und dem Ziel, ein umfassendes Bild der Schaffhauser Kultur zu vermitteln, liess die Stadt Schaffhausen von 1921 bis 1938 das Museum zu Allerheiligen bauen. Stadtpräsident Walter Bringolf bezeichnete das Museum bei der Eröffnung denn auch als «vorbildliches Heimatmuseum».

Das Museum zu Allerheiligen zeigte Ausstellungen in den Bereichen Archäologie, Geschichte und Kunst - und musste nach sechs Jahren bereits wieder schliessen. Amerikanische Soldaten hatten es im zweiten Weltkrieg irrtümlicherweise bombardiert. 77 Kunstwerke wurden zum Teil vollständig zerstört.

Sammlung Ebnöther ganz im Detail

Doch dank der Reparationszahlungen und einigen Schenkungen konnte das Museum seine Türen bereits 1946 wieder öffnen - mit Erfolg. Die Besucherzahlen stiegen bis auf 70'000 pro Jahr. Und 1991 erhielt das Museum die Sammlung Ebnöther mit Objekten der europäisch-vorderasiatischen Antike und von präkolumbischen Kulturen.

500 Objekte aus dieser Sammlung hat Kurator Werner Rutishauser nun zum Jubiläum neu inszeniert. Und mit Hilfe eines iPad-Guides kann man nun auch die kleinen Details auf den Vasen, dem Schmuck und dem Geschirr entdecken.