800 Autofahrer gebüsst - Kameras beim Uetliberg zeigen Wirkung

Seit über hundert Jahren gilt auf dem Uetliberg ein Fahrverbot. Weil sich aber viele Autofahrer nicht daran halten, installierte die Gemeinde Uitikon zwei Überwachungskameras. Ein halbes Jahr später zeigt sich: Die Kameras bringen gleich zwei Vorteile.

Üetliberg

Bildlegende: Wer auf den Üetliberg will, kann dies zu Fuss oder mit dem Zug tun. Autofahrer ohne Bewilligung werden gebüsst. Keystone

Seit letztem April sind bei Ringlikon am Uetliberg zwei Überwachungskameras installiert. Die Gemeinde Uitikon will mit dieser Massnahme das Fahrverbot konsequent durchsetzen. Denn nur mit einer Bewilligung dürfen Autolenker auf den Uetliberg fahren.

Nach einem halben Jahr lässt sich bilanzieren: Die Kameras zeigen Wirkung. Achtzig Prozent der Autolenker, die verbotenerweise auf den Uetliberg fahren, kehren wieder um. «Sobald die Autofahrer die Kamera sehen, überlegen sie einen kurzen Moment und drehen dann um», sagt Patrik Wolf, Sicherheitsvorsteher der Gemeinde Uitikon.

Diese Einsicht kommt allerdings zu spät. Die Kameras befinden sich nämlich mitten im Fahrverbot. Die Fahrzeuglenker werden deshalb trotzdem gebüsst. «Das Ziel ist, dass sich die konsequente Durchsetzung des Verbots herumspricht, sodass in Zukunft weniger Autofahrer illegal auf den Uetliberg fahren», so Wolf weiter. Bis heute seien knapp 800 Bussen verteilt worden.

Nun liegen genau Zahlen vor

Seit langem wird über Massnahmen diskutiert, wie man das Fahrverbot am Uetliberg besser durchsetzen kann. Bisher hatte man aber keine genauen Zahlen, wie viele Autolenker dieses Verbot missachten.

«Dank der Videoüberwachung können wir in Zukunft auch vergleichen, wie sich die Zahl der illegalen Fahrten verändert», so Patrik Wolf. Andere Massnahmen, zum Beispiel die Installation einer Schranke, stehe zurzeit nicht zur Diskussion. Die Kameras hätten sich bis jetzt bewährt.