Abenteuerliche «Schulreise» des Bundesrats

Der Gesamtbundesrat ist zu seiner traditionellen «Schulreise» aufgebrochen. Verkehrsmittel waren ein Oldtimer-Flugzeug, eine Dampfbahn und ein Panzer. Höhepunkt des ersten Tages ist eine Wanderung mit der Bevölkerung auf den Bachtel.

Der Gesamtbundesrat ist am Donnerstagmorgen zur zweitägigen «Schulreise» in den Heimatkanton von Bundespräsident Ueli Maurer aufgebrochen. Am Vormittag trafen die Bundesräte am Bahnhof von Dübendorf (ZH) ein, wo sie von SP-Regierungsrätin Regine Aeppli empfangen wurden.

Anschliessend unternahmen die sieben Bundesratsmitglieder vom nahegelegenen Militärflugplatz Dübendorf aus einen Rundflug mit der «Tante Ju», einem historischen Propeller-Flugzeug.

Aus Sicherheitsgründen flogen die Bundesräte verteilt auf drei Flugzeuge, die nicht gleichzeitig unterwegs waren, wie Bundesratssprecher André Simonazzi auf Twitter mitteilte.

Unterwegs zum Bachtel

Am frühen Nachmittag ging die Reise in einer historischen Dampfbahn weiter von Hinwil nach Bauma. Danach ging es in Panzern des Militärs nach Girenbad. Von dort wanderte der Bundesrat zum Ausflugsberg Bachtel, begleitet von rund 400 Leuten aus der Bevölkerung.

«Das ist das Highlight von heute», sagte SP-Bundesrat Alain Berset zum «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Zuvor gabs aber eine Regel von Ueli Maurer: «Wenns ohne Politisieren geht, ist es uns auch recht!» So sprachen die Bundesrätinnen und Bundesräte mit den Wanderern über das Velofahren (Ueli Maurer tut dies am Wochenende jeweils drei Stunden lang), das Jassen (Doris Leuthard tuts gerne und ist gut, hat aber nur in den Ferien Zeit) und die seltsame Farbe von Alain Bersets Getränk (es ist knallrosa).

Und am Ende des Tages sind sich alle einig: Das waren Bundesrätinnen und Bundesräte zum Anfassen - und die Schweiz hat Glück, dass ein derart enger Kontakt zwischen Bevölkerung und Regierung möglich ist.