Abfuhr für Kesb im «Fall Hagenbuch»

Niederlage für die Kesb. Der Gemeinderat von Hagenbuch hat im Streit um eine Flüchtlingsfamilie aus Eritrea keine Fehler gemacht. Zu diesem Schluss kommt der Bezirksrat Winterthur und weist eine Beschwerde der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ab.

Mit Beschwerde abgeblitzt: Der Sitz der Kesb Winterthur-Andelfingen in Winterthur.

Bildlegende: Mit Beschwerde abgeblitzt: Der Sitz der Kesb Winterthur-Andelfingen in Winterthur. Keystone

Für Schlagzeilen gesorgt hatte der Fall Hagenbuch, weil der Gemeinderat moniert hatte, eine grosse Flüchtlingsfamilie aus Eritrea belaste die Gemeinde zu stark. Dies, weil mehrere Kinder in einem Heim platziert wurden. Wegen dieser Familie drohe eine Steuerfusserhöhung, wurde behauptet. Dies stellte sich jedoch als unzutreffend heraus.

Kesb reagiert mit Beschwerde

Als Reaktion darauf reichte im Dezember die Kesb Winterthur-Andelfingen beim Bezirksrat eine Aufsichtsbeschwerde ein. Der Gemeinderat habe in wesentlichen Teilen nicht den Tatsachen entsprechend informiert und er habe sich auch nicht bemüht, korrigierend auf die Berichterstattung in den Medien einzuwirken, begründete die Kesb ihre Beschwerde. Sie forderte deshalb, dass die Gemeinde beaufsichtigt werden soll.

Der Bezirksrat kommt in einem am Mittwoch veröffentlichten Entscheid zum Schluss, dass der Gemeinderat korrekt gehandelt habe und sich keine Massnahmen aufdrängten. Er rügt lediglich, dass der Streit in der Öffentlichkeit ausgetragen wurde.

Gemeinderat erfreut, Kesb «nimmt zur Kenntnis»

Der Hagenbucher Gemeinderat begrüsst den Entscheid. Die Kesb teilte in einer zwei Zeilen langen Mitteilung mit, dass sie den Entscheid zur Kenntnis nehme. Sie werde ihn jedoch nicht öffentlich kommentieren.