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Absenkung des Sihl-Stausees Anstieg des Sihlpegels wegen eines Hochwassertests

Legende: Video Der Anstieg des Sihlpegels im Zeitraffer abspielen. Laufzeit 0:18 Minuten.
Vom 07.06.2018.
  • Die Zürcher Behörden haben am Nachmittag davor gewarnt, sich in der Sihl oder an deren Ufer aufzuhalten.
  • Es sei mit einer starker Strömung und einem schnellen Pegelanstieg zu rechnen. Grund dafür war eine kontrollierte Absenkung des Sihlsees.
  • Zu sehen war dann allerdings nur ein leichter Anstieg des Flusspegels.
Schaulustige auf einer Brücke schauen auf den Fluss.
Legende: Aus sicherer Entfernung: Schaulustige erwarten die Ankunft der «Flutwelle». SRF

«Wir haben heute am Sihlsee eine neue Messeinrichtung getestet», sagt Wolfgang Bollack, Mediensprecher der Baudirektion des Kantons Zürich. Um zu sehen, ob alles ordnungsgemäss funktioniere, musste man über einen bestimmten Zeitraum hinweg eine grössere Menge Wasser über die Staumauer des Sihlsees abfliessen lassen.

Hochwassergefahrenstufe 1 nicht erreicht

«Dies führte zu einem Anstieg der Sihl», erklärt Bollack. Normalerweise führe der Fluss sehr wenig Wasser. Im Vergleich mit dem üblichen Pegelstand im Frühling sei die Wassermenge stark angestiegen. Aber es sei eine Wassermenge, welche die Sihl problemlos verkraften könne.

«Wir erreichten nicht einmal die Hochwassergefahrenstufe 1. Das ist ein Wasserpegel, den die Sihl mehrmals pro Jahr erreicht und problemlos verkraftet», sagt Bollack.

«Pegelanstieg» statt «Flutwelle»

Aussergewöhnlich an der Situation war, dass der Wasserpegel bei schönem Wetter anstieg. «Darum halten sich auch relativ viele Personen an der Sihl auf. Aus diesem Grund haben wir mit den Behörden vereinbart, dass vor dem Anstieg des Pegels die Bevölkerung informiert wird», erklärt Bollack. Er findet den Begriff «Flutwelle» unpassend. Vielmehr spricht er von einem Anstieg des Pegels.

Doch was war das Ziel des Tests? «Wir sind sehr froh um den Sihlsee – im Falle eines drohenden Hochwassers.» In einer solchen Situation könne man vor dem Unwetter viel Wasser ablassen und Platz für die nachfolgenden Wassermassen schaffen. «So können wir die Hochwasserspitze in der Sihl glätten und die Gefahr von Hochwasser in der Stadt Zürich senken.» Der Test sei nach Plan verlaufen, so Bollack.

Die Sihl ist der der grösste Nebenfluss der Limmat. Ihr Wasser stammt aus den Schwyzer Voralpen und fliesst südlich des Zürichsees nach Nordwesten durch die Stadt Zürich. Nach dem Durchfluss unter dem Hauptbahnhof Zürich mündet die Sihl in die Limmat.

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