Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Adolf Muschg und sein «Männidorf»

Der Schriftsteller Adolf Muschg ist ein Weltbürger. Zu Hause ist er aber in Männedorf. Denn da hat er Freunde - und sein Tabaklädeli, das Räuchli. Nun, zu seinem 80. Geburtstag, erhält Adolf Muschg das Ehrenbürgerrecht.

Ein Mann steht zwischen Büchergestellen
Legende: «Was ist der Nobelpreis gegen das Ehrenbürgerrecht von Männedorf», fragt Adolf Muschg. Keystone

«Heimat ist, wo man die Leute kennt, wo man fünf Freunde hat, auf die man sich verlassen kann», sagt Adolf Muschg. Im Fall von Muschg ist dies Männidorf - mit i! «Das hab ich schon meinen Stiefkindern beigebracht.» Am Samstagvormittag hat die Seegemeinde in einer kleinen Feier dem Schriftsteller nun das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Die Männedorfer selbst mögen ihren berühmten Bewohner. Er sei eine sehr nette Person, sagt ein Männedorfer auf der Strasse. Und ein anderer: «Er beginnt das Gespräch stets mit einem Witz.» Ein dritter lobt Muschgs Gärtnertätigkeit: «Er hat ein sehr herziges Gärtli mit Teich.»

Bleiben, solang es das Räuchli gibt

Nun, zu seinem 80. Geburtstag, erhält Adolf Muschg das Ehrenbürgerrecht - und fühlt sich tatsächlich geehrt: «Was ist ein Nobelpreis gegen das Ehrenbürgerrecht in der eigenen Gemeinde?»

Deshalb will Pfeifenraucher Muschg auch in Männedorf bleiben. Mindestens so lange, wie es sein Tabaklädeli, das Räuchli noch gibt. Denn: «Ohne das Räuchli müsste ich mir ernsthaft einen Umzug überlegen.»