«Äms Fäst» feiert in Zürich die multikulturelle Schweiz

Am 1. August stehen traditionell Nationalhymne, Feuerwerk, Bratwürste und Lampions im Zentrum. Nicht so am «Äms Fäst». Dort - an der alternativen 1. August-Feier, organisiert von jungen Leuten - soll sich alles um die multikulturelle Schweiz drehen.

Eine junge, schwarze Frau mit Schweizer-Kreuz-Luftballons als Kopfschmuck.

Bildlegende: Nicht exklusiv für Eidgenossen: Die alternative 1. August-Feier «Äms Fäst». Keystone

«Äms Fest» - der Name des Festes sei ein scherzhafter Verweis auf die Sprechweise mancher Jugendlicher mit Migrationshintergrund, erklärt Meret Schneider, eine der Organisatorinnen der alternativen 1. August Feier gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Dabei werden bestimmte Artikel «der, die, das» durch «äms» ersetzt, zum Beispiel «äms Huus».

Bami Goreng statt Bratwurst

Menschen mit Migrationshintergrund sind denn auch das Zielpublikum der alternativen Bundesfeier - gemeinsam mit jenen, die dem Patriotismus am 1. August skeptisch gegenüber stehen. «Andere 1. August-Feiern haben immer etwas Exklusives, auch Ausschliessendes: Die Schweizer feiern sich selbst.»

Das Fest auf der Zürcher Bäckeranlage bietet deshalb ein anderes Programm als traditionelle Feiern: Bami Goreng statt Bratwurst, Reggae statt Nationalhymne und Poetry Slam statt Ansprachen. «Wir freuen uns, dass die Schweiz eine solche Vielfalt von Menschen und Kulturen zu bieten hat», sagt Meret Schneider.

Das Geld für die alternative 1. August-Feier zu finden war jedoch nicht ganz einfach. Sponsoren hätten zu- und wieder abgesagt, so Schneider. «Jetzt müssen 6'000 Franken reichen.» Die Organisatoren hoffen nun auf einen Erfolg des Festes , so dass es für Sponsoren attraktiv ist, den Anlass zu unterstützen.