Afro-Pfingsten ab 2017 wiederbeleben

Die Stadt Winterthur will die 700'000 Franken Schulden des Vereins Afro-Pfingsten nicht übernehmen. Nächstes Jahr wird es damit definitiv keine Ausgabe geben. Aber die Stadt und die Veranstalter sind entschlossen, das Festival ab 2017 weiterzuführen.

Ein kleines Mädchen tanzt mit einem Mann, der trommelt.

Bildlegende: Solche Bilder sind nächstes Jahr nicht zu sehen. Ab 2017 soll es in Winterthur aber wieder eine Afro-Pfingsten geben. Keystone

Bereits vor gut einer Woche hatte der überschuldete Verein mitgeteilt, die Planung weiterer Festivals sei «nicht sinnvoll». Für die Ausgabe 2016 gab es allerdings noch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Nun ist klar, dass das Festival im kommenden Jahr nicht stattfinden wird, wie die Stadt Winterthur und der Verein Afro-Pfingsten am Freitag gemeinsam mitteilten.

Die Stadt wolle für die aufgelaufenen Schulden von rund 700'000 Franken keinen Sanierungsbeitrag leisten, heisst es weiter. Dies wurde in einem Gespräch zwischen dem Stadtpräsidenten Michael Künzle, der Leiterin des Bereichs Kultur Nicole Kurmann sowie dem Sanierungsbeauftragten des Vereins Afro-Pfingsten festgehalten.

Neues Leben einhauchen ab 2017

Beide Seiten signalisierten jedoch Interesse an einer Fortsetzung des Festivals. Bevor man sich mit der Zukunft des Festivals befasse, müsse nun aber zunächst die aktuelle finanzielle, strukturelle und rechtliche Situation bereinigt werden.

Stadtpräsident Michael Künzle sagt gegenüber Radio SRF: «Wichtig ist, das Vertrauen wieder aufzubauen. Das braucht Zeit.» Daher sei es besser, die Ausgabe 2016 auszulassen, um das Konzept zu überarbeiten. «Dann können die Afro-Pfingsten auf einer tragfähigben Basis ab 2017 weiterführen.»

Das Festival Afro-Pfingsten hatte vor 25 Jahren erstmals stattgefunden und sich mit seinem Mix aus Musik und Multikulti-Markt schnell etabliert. Vor drei Jahren war das finanziell angeschlagene Festival von einer neuen Trägerschaft übernommen worden.

Die erhofften Einnahmen blieben jedoch aus, insbesondere weil die Konkurrenz im Konzert- und Eventbereich stets grösser wurden, der Erlös aus dem Ticketverkauf hingegen immer kleiner.