Airbnb: Tourismus im juristischen Graubereich

Immer mehr Leute in der Region Zürich vermieten Zimmer oder ihre ganze Wohnung an Touristen. Viele davon über die Plattform Airbnb. Gestern haben Vertreter der Stadt und Zürcher Hoteliers an einem runden Tisch über den Umgang mit dem neuen Angebot diskutiert.

Screenshot der Internetseite von Airbnb.

Bildlegende: Immer mehr rote Punkte: Wie in New York vermieten auch in Zürich vermehrt Leute ihre Wohnung an Touristen. Keystone

Grundsätzlich begrüsse die Stadt Zürich das neue Übernachtungsangebot. Es sei eine willkommene Ergänzung, «gerade im günstigeren Segment», sagt Benno Seiler, Leiter Wirtschaftsförderung der Stadt Zürich. Aber: «Wir müssen aber auch schauen, dass die Hoteliers und die privaten Anbieter über gleich lange Spiesse verfügen.»

Er spricht damit die Abgaben an, welche die Hotelbetreiber an die Stadt zahlen - und die privaten Anbieter oftmals nicht. Daran stört sich Jörg Arnold, Präsident der Zürcher Hoteliers. Ein neues Reglement, wie es in der Stadt Bern seit dem 1. Juni 2014 in Kraft ist, wünscht sich Arnold jedoch nicht: «Man müsste nur die Bestimmungen, wie sie heute gelten, stärker durchsetzen.»

Nächstes Treffen Ende August

Daran ist auch das Unternehmen Airbnb selber interessiert, wie Pressesprecher Julian Trautwein gegenüber dem Regionaljournal sagte: «Wir halten unsere Nutzer dazu an, die anfallenden Steuern zu zahlen. Wir haben auch schon Personen gesperrt, weil sie gegen unsere Bestimmungen verstossen haben.»

Die Stadt Zürich sucht nun mit den Hoteliers, dem Hauseigentümerverband und Zürich Tourismus nach einer praktikablen Lösung. Auf Ende August in ein zweites Treffen geplant, an dem konkrete Ergebnisse präsentiert werden sollen.