Alkohol-Testkäufe: Jetzt gibt's Bussen

Mit dem neuen Polizeigesetz im Kanton Zürich haben Alkohol-Testkäufe durch Jugendliche Konsequenzen: Läden und Lokale, die Alkohol an Jugendliche verkaufen, können nun gebüsst werden.

Jugendliche bei Alkohol-Testkäufen in Zürich (2008).

Bildlegende: Jugendliche bei Alkohol-Testkäufen in Zürich (2008). Keystone

Alkohol-Testkäufe sind gemäss der Suchthilfe-Organisation Blaues Kreuz eine Erfolgsgeschichte. Die Jugendlichen, die im Auftrag des Blauen Kreuzes oder der Polizei versuchen, Alkohol zu kaufen, leisten einen Beitrag zur Prävention. Letztes Jahr führte das Blaue Kreuz 1'600 Testkäufe durch. In nicht einmal einem Fünftel der Fälle gelangten die Jugendlichen an Alkohol. 2003 lag dieser Wert noch bei 60 Prozent.

«Konsequenzen sind wichtig»

Das neue Polizeigesetz, das seit Anfang März im Kanton Zürich in Kraft ist, gibt nun den Alkohol-Testkäufen mehr Gewicht. Neu ist es den Behörden möglich, die fehlbaren Wirte oder Ladenbesitzer zu büssen, wenn sie Jugendlichen Alkohol verkaufen. Stephan Kunz vom Blauen Kreuz Zürich freut sich darüber: «Es ist wichtig, dass die Massnahme auch Konsequenzen hat.»

Das Blaue Kreuz setzt weiter auf regelmässige Testkäufe. Gemäss Kunz wäre es nicht gut, sich nun auszuruhen. «Es ist wie im Strassenverkehr: Würde man nicht ständig Geschwindigkeitskontrollen machen, würden die Raserfälle sprunghaft zunehmen.»