Als einmal Klopfen am Radio hiess «Ich komme zum Essen nach Haus»

Es war das erste Deutschschweizer Radio: Radio Zürich. Sieben Jahre lang, von 1924 bis 1931, sendete es Nachrichten, Wetter, Sport und Musik. Jetzt erzählt ein Buch die Geschichte des Pioniersenders.

Bis vor kurzem stand das kleine Sendehaus von Radio Zürich noch auf dem Hönggerberg. Vor zwei Jahren musste es den Ausbauplänen der ETH weichen. Es war der Abbruch eines Teils Schweizer Radiogeschichte.

1922 gründeten Amateure den Radioclub Zürich und begannen 1924 vom Hönggerberg zu senden - als erstes Deutschschweizer Radio. Von 12 Uhr mittags bis 10 Uhr nachts berichtete Radio Zürich über das Neuste aus der Welt, daneben gab es viel Musik, Reden und sogar ein Programm auf Italienisch und Rätoromanisch.

Johannes Gutekunst hat die Geschichte des Radios zusammen getragen und ein Buch geschrieben. Darin finden sich Zeitungsartikel, Reden, Fotografien und Chroniken. Und Anekdoten - etwa, wie die Radiosprecher ihren Frauen signalisierten, ob sie zum Essen nach Hause kamen oder nicht: «Nach dem Verlesen der Mittagsnachrichten bedeutete einmal ans Mikrofon Klopfen: ich komme zum Essen, zweimal Klopfen: ich komme später, dreimal Klopfen: ich komme nicht.»

Das Buch zum Kauf

Zu kaufen gibts das Buch über die Geschichte von Radio Zürich unter anderem im Ortsmuseum Höngg und in der Pestalozzi-Bibliothek Höngg.