Altersheim-Taxen: In Zürich bleibt vorläufig alles beim alten

Der Zürcher Stadtrat wollte auf Anfang 2015 die Taxen für die Zürcher Altersheime anpassen: Weil Rekurse und ein Beschluss des Gemeinderates das Vorhaben in Frage stellen, krebst er nun zurück und geht er noch einmal über die Bücher.

Ein Tisch mit Bankunterlagen und zwei 50er-Noten, die Hände einer alten Dame, die ein Formular unterzeichet.

Bildlegende: Vorläufig wird das Wohnen in Zürcher Altersheimen nicht teurer. Keystone

Zehn Franken mehr pro Tag hätt ein Teil der Bewohnerinne und Bewohner der Zürcher Altersheime neu bezahlen sollen. Damit wollte der Stadtrat allgemeine Leistungen wie zum Beispiel den Notfall-Pikettdienst oder das Unterhaltungsangebot abgegolten haben. Damit hätte ein Platz in einem Zürcher Altersheim pro Jahr 3600 Franken mehr gekostet.

Widerstand von verschiedenen Seiten

Der Gemeinderat strich in der Budgetdebatte die Mehreinnahmen, die der Stadtrat dank dieser Anpassung der Taxen erwartet hatte. Und beim Bezirksrat ging ein Rekurs gegen das neue Taxreglement ein. Der Zürcher Stadtrat zieht daraus nun die Konsequenzen und nimmt seinen Beschluss zurück. Man wolle damit der Verunsicherung entgegenwirken, begründet er diesen Schritt.

Wer Mittel hat, soll zahlen

Am Grundsatz, dass sich alle an den allgemeinen Leistungen beteiligen sollen, will die zuständige Stadträtin Claudia Nielsen aber festhalten. «Wir müssen hier einen Schritt in Richtung Kostendeckung mache, sonst muss dies der Steuerzahler berappen», sagt sie gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Noch in diesem Quartal will sie dem Stadtrat deshalb einen neuen Vorschlag für die Anpassung der Taxen unterbreiten.