Altersheime wollen weg vom verstaubten Image

In der Stadt Zürich heissen die Altersheime künftig Alterszentren. Der Begriff «Heim» werde den heutigen Institutionen nicht mehr gerecht, finden die Verantwortlichen. Die Umbenennung bilde zudem den Auftakt, um die Angebote besser sichtbar zu machen und auszubauen.

Eine betagte Frau im Sessel sortiert Fotos.

Bildlegende: «Hohes Mass an Selbstbestimmung»: Altersheime sind heute Alterszentren. Archivbild: Keystone

Die Namensänderung gilt ab 1. September. Das Wort «Heim» komme aus einer anderen Zeit, sagt Rosann Waldvogel, die Direktorin der Altersheime. Der Begriff habe nichts mehr mit der hohen Lebensqualität und der Selbstbestimmung zu tun, die in den Alterszentren selbstverständlich seien.

Gemäss Stadträtin Claudia Nielsen ist die Umbenennung der Altersheime mehr als nur ein symbolischer Schritt. Gleichzeitig sollen nämlich die Angebote für die Senioren in den Zentren weiter verbessert und ausgebaut werden. Die Alterszentren sollen geöffnet und zu Treffpunkten von Jung und Alt in den Quartieren umgewandelt werden.

Die Stadt verfolgt mit der Namensänderung auch eigene Interessen. Gemäss Rosann Waldvogel werde es immer schwieriger, Personal für «Heime» zu finden. Mit der Bezeichnung «Zentren» könne man sich besser positionieren, um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.