Am Pfauen darf immer noch nicht gebaut werden

Die Luzerner Stiftung Archicultura darf nun doch gegen den Erweiterungsbau des Zürcher Kunsthauses rekurrieren. Das Zürcher Verwaltungsgericht hat grünes Licht gegeben und einen Entscheid des Baurekursgerichts umgestossen.

Modellansicht des Zürcher Kunsthauses und der geplante Erweiterungsbau.

Bildlegende: Kunsthaus-Erweiterung von David Chipperfield: bis das Modell Realität ist, könnte es noch dauern. Keystone

Doch, sagt das Kantonale Verwaltungsgericht, die schweizweit tätige Stiftung Archicultura ist rekursberechtigt, auch wenn ihr Sitz nicht in Zürich, sondern in Luzern ist. Es ist der einzige Rekurs, der gegen den Erweiterungsbau des Kunsthauses vorliegt.

Harte Worte für den Chipperfield-Bau

Die Stiftung kritisiert die geplante Erweiterung des Londoner Stararchitekten David Chipperfield scharf. Die Erweiterung sei ein «städtebaulicher Frevel» und ein «autistischer Kunsttresor». Ausserdem würden die ausgedienten Schulhäuser, die jetzt noch dort stehen, genügend Platz für eine Erweiterung bieten.

Massive Verzögerung und höhere Kosten

Die Bauherrschaft - die Stadt Zürich, die Zürcher Kunstgesellschaft und die Stiftung Zürcher Kunsthaus - bedauern den Entscheid des Zürcher Verwaltungsgerichtes. «Mit diesem Entscheid muss die ganze Planung heruntergefahren werden und das verursacht Mehrkosten», sagt Urs Spinner vom Zürcher Hochbaudepartement gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Wie viel teuerer das Projekt jetzt wird, konnte Spinner noch nicht genau sagen. «Eine Schätzung ist sehr schwierig. Wir sprechen aber nicht von 10'000, sondern von Hundertausenden Franken.» Ursprünglich sollte der Erweiterungsbau rund 206 Millionen Franken kosten. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit rund 88 Millionen Franken.