Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen «An mir wurde ein Exempel statuiert»

Vor dem Zürcher Obergericht hat der Berufungsprozess gegen den ex-Anlagechef der Beamtenversicherungskasse BVK begonnen. Dieser fordert eine mildere Strafe.

Mann in grauem Anzug läuft zum Bezirksgericht.
Legende: Das Bezirksgericht verurteilte den ehemaligen Anlagechef der BVK zu einer Haftstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten. Keystone

Der frühere Anlagechef der BVK sagte vor dem Obergericht, er sei überzeugt, dass er in erster Instanz kein gerechtes Urteil erhalten habe: «An mir wurde ein Exempel statuiert.» Er bekenne sich zu seinen Taten, fordere aber eine mildere Strafe.

Er wolle, dass die volle Wahrheit an den Tag komme, so der frühere Anlagechef in einer ersten Befragung. Wie vor Bezirksgericht betont der Angeklagte, er habe zwar dicke Couverts mit Bargeld entgegengenommen, dieses Geld aber nie eingefordert oder als Dankeschön für erteilte Aufträge verlangt.

Bestechungsgelder in der Höhe von 1,7 Mio. Franken

Der Mann ist mehrheitlich geständig, während rund 15 Jahren ein System der Günstlingswirtschaft am Laufen gehalten zu haben. Er liess sich von Geschäftsfreunden mit Bargeld, Golf-Ferien und anderen Annehmlichkeiten bestechen und investierte im Gegenzug Pensionskassengelder in deren Anlagevehikel.

So bescherte er der kantonalen Pensionskasse einen Millionenverlust. Im November 2012 wurde er vom Bezirksgericht zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten verurteilt.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Da schummelt einer was geht nicht mehr und die Anleger verlieren hunderttausende von Franken. Jetzt jammert der liebe Mann, er sei ungerecht hoch bestraft worden. Er sollte noch einige Jahre mehr bekommen. Ein Feigling der lieber anderen die Schuld in die Schuhe schiebt. Er sollte den ganzen Verlust aus eigener Tasche zurück zahlen müssen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen