Anfällig für Pannen: Der neue, umweltfreundliche Doppelgelenkbus

Seit zwei Monaten ist er im Einsatz, der neue Doppelgelenkbus der VBZ. Nach wie vor ist er aber häufig in der Garage anzutreffen statt auf der Strasse. Noch immer macht die empfindliche Lithiumionenbatterie Probleme. Die VBZ und der Hersteller sind sicher, dass diese in wenigen Wochen behoben sind.

Ein neuer 25 Meter langer Doppelgelenkbus der VBZ.

Bildlegende: Im neuen Doppelgelenkbus können bis zu 200 Passagiere mitfahren. Wenn er nicht in der Garage steht. ZVG

Es gibt Tage, da sind alle 12 neuen Doppelgelenkbusse der VBZ im Einsatz, sagt Andreas Uhl, Mediensprecher der VBZ. Es gebe aber auch Tage, da seien «eine Handvoll in der Garage». An solchen Tagen müssen die  Passagiere dann aussteigen und auf einen Ersatzbus warten.  Auf der Linie 32, einer der meistgenutzten Verbindungen quer durch die Stadt Zürich, kommt der neue Bus zum Einsatz. Mit einer Länge von 25 Metern und einer Transportkapazität von bis zu 200 Passagieren soll er für Abhilfe bei Engpässen sorgen. Nach zwei Monaten im Einsatz ist dies nach wie vor nur beschränkt der Fall.

Keine unausgereifte Technologie

Schuld ist immer noch die empfindliche Lithiumionenbatterie, eine neue Technologie für Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr. Hat sich die VBZ ein unausgereiftes Produkt andrehen lassen? Uhl widerspricht: «Klar wussten wir um die Risiken, aber die Batterien sind millionenfach erprobt -  in Personenwagen.» Man habe die Chance nutzen wollen und auf die umweltfreundliche Technologie gesetzt. Längerfristig werde sich dies lohnen, weil die so betriebenen Busse ohne Diesel auskommen.

Bald keine Kinderkrankheiten mehr

Geradestehen für die Pannen muss der Hersteller der Busse, die Hess AG aus Bellach. Der Geschäftsführer Alex Näf ist sich bewusst, dass die Pannenbusse in Zürich für Ärger sorgen, verspricht aber Abhilfe: «Wir haben schon sehr viel getan, die Situation hat sich den letzten Wochen stetig verbessert.» In wenigen Wochen, ist Näf überzeugt, würden die Kinderkrankheiten ausgemerzt sein. Auch die VBZ glaubt an den baldigen Erfolg: Man arbeite seit Jahren problemlos mit der Firma zusammen, sagt Uhl und windet der Hess AG ein Kränzchen: «Es sind die besten Schweizer Ingenieure, die sich dem Problem widmen. Es wäre doch gelacht, wenn die das nicht hinkriegen.»