«Angenehm nervös»: Anna Papst vor ihrer Schauspielhaus-Premiere

Vor einem Jahr inszenierte sie ihr eigenes Stück «Die Schläferinnen» im Theater Neumarkt. Wenig später bekam sie vom Zürcher Schauspielhaus einen Werkauftrag. Die erst 28 Jahre junge Zürcherin Anna Papst macht Karriere.

«Ich bin angenehm nervös», sagt Anna Papst bei einem Atelierbesuch kurz vor der Premiere. Ihr Stück «Die Gottesanbeterin» wurde von Jörg Schwahlen inszeniert, Anna Papst selber war erst bei den Endproben dabei.

« Ich wusste, dass mein Text in guten Händen ist und wollte Jörg Schwahlen Raum geben für seine eigene Interpretation. Darum bin ich für vier Wochen nach Chile gereist. »

Im Stück geht es um eine junge Frau, die meint, Gott gesehen zu haben. Ein Psychiater attestiert ihr eine schwere Psychose. Schwere Kost für die Theaterbühne. Anna Papst meint aber, dass gerade die Bühne ein ideales Forum sei, um Gedanken zu verhandeln, ohne sie lösen zu müssen.