Anklage gegen ZKB-Banker - Aufsichtskommission greift nicht ein

Die Aufsichtskomission der Zürcher Kantonalbank will den Fall der drei angeklagten ZKB-Banker in den USA nicht weiter verfolgen. Die Argumente der Bank haben offenbar überzeugt.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft von Manhattan sorgte Ende letzten Jahres in der Schweiz für grosse Schlagzeilen. Drei Mitarbeiter der ZKB sollen amerikanischen Kunden geholfen haben, Steuern zu hinterziehen.

Benedikt Gschwind (SP), Präsident der kantonsrätlichen Aufsichtskommission über die ZKB, kündigte an, die Kommission werde von der Bank Antworten zu dem Fall einfordern. Dies ist nun geschehen. ZKB-Vertreter mussten vor der Kommission antraben. Gschwind bestätigt gegenüber dem «Regionaljournal»: «Unsere Fragen wurden alle zufriedenstellend beantwortet.»

Nur «Vergangenheitsbewältigung»

Die ZKB habe darlegen können, dass sich die eingeklagten Missstände ereignet hätten, bevor die Bank 2008 ihre Weissgeldstrategie verabschiedete. Deshalb werde die Kommission den Fall nicht mehr weiterverfolgen, sagt Gschwind: «Es geht hier also um Vergangenheitsbewältigung und nicht darum, die aktuelle Politik der ZKB zu beurteilen.»