«Anna Karenina» - Weltliteratur auf der Zürcher Ballett-Bühne

Das Werk von Leo Tolstoi umfasst 1400 Seiten, die Ballett-Aufführung von Christian Spuck dauert zwei Stunden. Mit «Anna Karenina» bringt das Zürcher Opernhaus ein grosses Stück Weltliteratur auf die Bühne. SRF-Tanzkritikerin Maya Künzler im Gespräch über die Première.

Viktorina Kapitonova und Filipe Portugal als Anna und Alexej Karenin auf der Zürcher Ballett-Bühne.

Bildlegende: Viktorina Kapitonova und Filipe Portugal als Anna und Alexej Karenin auf der Zürcher Ballett-Bühne. Monika Rittershaus/zvg

Sie verliebt sich unglücklich, sie betrügt ihren Ehemann, sie wird süchtig, sie verliert alles und sie wirft sich vor den Zug. Das ist die eindrückliche und traurige Geschichte der Anna Karenina. «Sie ist eine negative Heldin in diesem Stück», sagt die Tanzkritikerin Maya Künzler, «sie tanzt die schwierigsten Passagen mit grosser Leichtigkeit. Am Schluss bricht einem fast das Herz.»

Ballettdirektor Christian Spuck hat schon öfter in Zürich im Opernhaus grosse Weltliteratur auf die Bühne gebracht. Maya Künzler: «Er hat ein grosses Interesse an der Literatur und an der Übersetzung ins Ballett. Dafür hat er ein exzellentes Ensemble zur Verfügung.»