Arbeiten statt Fernsehen während der Olympischen Spiele

Für die Angestellten der Stadt Zürich ist der Live-Stream gesperrt, beim Kanton vertraut man auf die Selbstverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Büro-Computer mit Sotschi-Bildern

Bildlegende: Fernsehschauen während der Arbeit: die Stadt Zürich verbietet es, beim Kanton gibt es Richtlinien. SRF

In den nächsten zwei Wochen flimmern hunderte Stunden Skirennen, Eishockeyspiele und Langlauf über den Bildschirm. Die Olympischen Spiele in Sotschi werden im Fernsehen und im Internet via Live-Stream übertragen.

Diese Live-Streams sind vor allem während dem Arbeiten im Büro beliebt. Allerdings nur bei den Mitarbeitern, nicht bei den Arbeitgebern. Sie befürchten, ihr Netzwerk werde überlastet und breche zusammen.

Die Stadt Zürich hat Live-Streams für alle ihre 29'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deshalb gesperrt - nicht nur während der Olympischen Spiele. «Die Menschen sind zum arbeiten da», sagt Sprecherin Christina Stücheli im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Kanton ist etwas grosszügiger

Auch für die kantonale Verwaltung ist klar: Arbeit geht vor. Trotzdem ist man etwas grosszügiger und sperrt den Live-Stream via Internet nicht. Interne Richtlinien hielten aber klar fest, dass der private Gebrauch des Internets auf ein Minimum zu beschränken sei, erklärt Sprecher Roger Keller.

Falls das Netzwerk allerdings zusammenzubrechen drohe, dann müsse man trotzdem zu Verboten und Sperrungen greifen. Dies sei allerdings erst einmal nötig geworden: während der Fussball-Europameisterschaften 2008 in der Schweiz und Österreich.

Olympische Spiele in Sotschi

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