Arbeitslosenzahlen: «Besser wird's erst nächstes Jahr»

Die Arbeitslosigkeit in den Kantonen Zürich und Schaffhausen ist im September leicht gestiegen. Der Grund: Im Herbst beschäftigt die Baubranche weniger Leute. Eine nachhaltige Besserung ist noch nicht in Sicht: Der Kanton Zürich geht davon aus, dass die Wirtschaft erst 2015 wieder anzieht.

Ein Bauarbeiter streicht Teer auf eine Strasse.

Bildlegende: Vorbei mit schönem Wetter für die Baubranche: Im Herbst nimmt die Beschäftigung jedes Jahr ab. Keystone

Die Zahlen in Kürze:

  • Arbeitslose im Kanton Zürich im September: 24'093 (+665)
  • Arbeitslose im Kanton Schaffhausen im September: 1263 (+14)
  • Quote (im Vergleich zum Vormonat): ZH 3,2 % (+0,1%), SH 3,0% (-)

Der Grund für den Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist die Jahreszeit: «Grundsätzlich verzeichnen wetterabhängige Branchen wie das Bau- oder das Gastgewerbe eine geringere Nachfrage nach Arbeitskräften», erklärt Can Arikan vom Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA). Der Anstieg ist also saisonal bedingt und erfolgt jedes Jahr im Herbst. Erfreulich findet der Kanton, dass die Arbeitslosigkeit im Finanzsektor zurück geht.

Weniger erfreulich sind die Aussichten.

«  Wir gehen davon aus, dass sich die Situation erst nächstes Jahr merklich bessert. »

Can Arikan
Leiter Kommunikation AWA Zürich

Grund sei die schleppende Wirtschaftsentwicklung in Europa: «Die Schweizer Wirtschaft ist ans Ausland gekoppelt. Die Probleme in Europa ziehen sich in die Länge, das merkt auch die Zürcher Wirtschaft.» Angesichts dieser Konjunkturlage halte sich der Arbeitsmarkt aber erstaunlich gut, betont Arikan.