Asbest-Fall Pfingstweid: Teure Konsequenzen für die Stadt Zürich

Die Stadt Zürich übernimmt die Kosten für medizinische Untersuchungen bei Zivilschützern, die beim Räumen des Areals auf der Pfingstweid mit asbestfasernhaltigen Eternitplatten in Kontakt kamen. Ausserdem muss nun eine Spezialfirma das Gelände räumen. Wer dafür bezahlt, ist noch unklar.

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Geringe Gefahr für Zivilschützer

2:54 min, aus Schweiz aktuell vom 19.2.2013

Letzten Herbst mussten die Arbeiten auf dem Pfingstweid-Areal in der Stadt Zürich gestoppt werden. Zivilschützer hatten im Rahmen einer Übung die Familiengärten auf dem Areal abgerissen. Befürchtungen waren laut geworden, dass zerbrochene Eternit-Platten Asbestfasern enthalten könnten. Eine Befürchtung, die die SUVA in einer Untersuchung bestätigte. Das Gutachten der SUVA kam aber auch zum Schluss, dass die Asbest-Werte zu tief sind, um für die Zivilschützer gesundheitliche Konsequenzen zu haben.

Stadt bezahlt ärztliche Untersuchungen

Trotzdem will sich die Stadt Zürich nicht auf dieses Gutachten verlassen. «Wir wollen nichts ausser Acht lassen», sagt Urs Eberle von Schutz und Rettung Zürich. «Alle Zivilschutz-Angehörigen können sich auf unsere Kosten regelmässig untersuchen lassen.» Warum es überhaupt soweit kam und die Zivilschützer nicht wussten, dass in den Eternitplatten Asbest-Fasern enthalten sein könnten, ist im Moment noch Gegenstand einer externen Untersuchung.

Vereinskasse ist leer

Das Räumen des Geländes liegt jetzt in den Händen einer Spezialfirma. Wer dafür bezahlt ist noch unklar, sagt Hans Grob von Grün Stadt Zürich. Grundsätzlich müsste dafür eigentlich der Familiengartenverein aufkommen. Dessen Vereinsvermögen ist aber wegen der bisher aufgelaufenen Kosten für die Räumung aufgebraucht. Grob gibt sich unverbindlich: «Wer was bezahlt, müssen wir am Schluss aushandeln.» Er rechnet mit Kosten von rund 160'00 Franken. Gut möglich, dass für einen grossen Teil schliesslich die Stadt Zürich aufkommen muss.