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Neues Zürcher Hardturm-Projekt Auch dieses Fussball-Stadion polarisiert

Im Zürcher Stadtparlament stösst das Projekt bei Mitte-Rechts auf viel Wohlwollen. Links-Grün ist deutlich skeptischer.

Noch haben die Parteien das neue Projekt auf dem Hardturm nicht abschliessend besprochen, alle angefragten Fraktionspräsidentinnen und -präsidenten betonen deshalb, sie wollten der Diskussion nicht vorgreifen. Trotzdem lassen sich deutliche Tendenzen festmachen.

Wie stehen die Chancen des neuen Projekts im Stadtparlament?

  • Mit an Bord dürfte auch bei diesem Projekt wieder die SVP sein. Sie unterstützte bereits das letzte, und findet nun auch den neuen Wurf gelungen und gut finanziert.
  • Neu zeigt sich auch die FDP optimistisch. Sie gab beim letzten Projekt die NEIN-Parole aus, aus Kostengründen.
  • Eine Kehrtwende ist auch von der GLP zu erwarten. Die Partei sieht ihre Hauptforderung erfüllt: Die Stadt finanziert das Projekt nicht mehr selbst
  • Voller Support kommt von der CVP: Sie findet das Projekt ausgewogen und freut sich auf ein «richtiges Fussballstadion».
  • Skeptisch ist die SP. Die grösste Partei hat viele Fragen, was die Finanzierung betrifft. Sie befürchtet, dass die Stadt einspringen muss, wenn den Betreibern das Geld ausgeht und will diese Fragen ganz genau geklärt haben.
  • Auch die Grünen hadern mit dem Projekt. Eine der letzten grünen Oasen soll für ein Fussballstadion verschwinden - sie finden den Preis, den die Stadt damit bezahlt, zu hoch.
  • Unschlüssig ist auch die AL. Wolle man ein Stadion, müsse man dieses wohl nehmen. Sie bezweifelt aber, dass dem Quartier damit gedient ist. Die beiden Wohntürme würden dem Quartier kein Leben einhauchen, im Gegenteil.

Das Geschäft wird voraussichtlich im nächsten Frühling im Parlament besprochen. Die Volksabstimmung ist für November 2018 vorgesehen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Mueller (Elbrus)
    Das schlechteste Geschäft der Stadt Zürich für hundert Jahre mickrige 1.2 Mio Zins. Alles unter 3 Mio. ist komplett verschenkt. Das heutige Stadion ist mehr als ausreichend. Man ist weit näher als in Dortmund im 35 Rang. Das einzig Verbesserungswürdige ist die Verpflegung im Letzigrund - da wäre jede Pfadi Truppe effizienter. Das mit ein paar Hundert Stimmen verlorene Projekt wäre um Klassen besser.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Wieso Zürich 2 Stadions braucht, die sowieso nie gefüllt sind wissen die Götter, oder man nennt es Grössenwahn! In München hat man es fertig gebracht ein Stadion für 2 Clubs zu bauen, nur der Schweizer meint wieder einmal etwas besonderes zu sein.
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    1. Antwort von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
      Sie sind nicht ganz orientiert. Das Stadion wird für GC und FCZ gebaut. Mit LED Lichtpunkten bestückten Fassaden kann man die Gestaltung des Fussballtempelvolumens je an die spielende Mannschaft anpassen. Also, was in München geht, geht in Zürich auch. Einfach besser!
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    2. Antwort von Simon Wälchli (ccr)
      GCZ und FCZ würden das Stadion gemeinsam betreiben. Der Letzigrund bleibt das was er ist: ein Leichtathletikstadion.
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  • Kommentar von Tobias Keller (Tobs)
    Ach... baut doch einfach mal ein Stadion, egal was für eines... Sieht man denn nicht, dass es in der grössten Stadt der Schweiz mit zwei grossen Clubs ein richtiges Stadion braucht...?!
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