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Zürich Schaffhausen Auf der Jagd nach dem Laubholzbockkäfer

In Winterthur erschnüffeln Spürhunde den gefährlichen Schädling. Die speziell ausgebildeten Retriever spüren mit ihrer empfindlichen Nase Eiablagen, Larven und Käfer auf. Obwohl sie nur wenige Larven gefunden haben, kann die Stadtgärtnerei keine Entwarnung geben.

Legende: Audio «Mit den Spürhunden auf Käferjagd» abspielen. Laufzeit 3:39 Minuten.
3:39 min

Zweieinhalb Monate lang suchte die Winterthurer Stadtgärtnerei zusammen mit Hunden nach dem Schädling. Die Hunde fanden fünf Larven, aber keine Käfer. Trotzdem sei es zu früh für eine Entwarnung, da die Entwicklung von der Larve zum Käfer zwei Jahre dauere, sagt der Winterthurer Stadtgärtner, Christian Wieland:  «Es ist ein Zwischenjahr, dieses Jahr werden wir nicht viele Käfer finden - sie schlüpfen nächstes Jahr.»

Die Kontrollen gehen weiter

Erst wenn vier Jahre keine Käfer und keine Larven gefunden werden, dürfen die Kontrollen reduziert werden. Dies sind die Regeln des Bundes in einem solchen Schädlingsfall. Ist ein Baum befallen, gibt es kein Pardon: Er und auch seine unmittelbaren Nachbarn werden gefällt.

Teurer Dauerauftrag

Wieland rechnet nicht damit, dass in vier Jahren Ruhe herrscht. «Die Käfer kamen mit einem Palett mit Randsteinen aus China, ein Produkt, das immer wieder eingeführt wird.» Die Bekämpfung geht zudem ins Geld: Bis zu eine Million Franken im Jahr. Bei der Stadt Winterthur hofft man nun, dass sich der Kanton finanziell beteiligt.