Auf der Jagd nach dem Laubholzbockkäfer

In Winterthur erschnüffeln Spürhunde den gefährlichen Schädling. Die speziell ausgebildeten Retriever spüren mit ihrer empfindlichen Nase Eiablagen, Larven und Käfer auf. Obwohl sie nur wenige Larven gefunden haben, kann die Stadtgärtnerei keine Entwarnung geben.

Zweieinhalb Monate lang suchte die Winterthurer Stadtgärtnerei zusammen mit Hunden nach dem Schädling. Die Hunde fanden fünf Larven, aber keine Käfer. Trotzdem sei es zu früh für eine Entwarnung, da die Entwicklung von der Larve zum Käfer zwei Jahre dauere, sagt der Winterthurer Stadtgärtner, Christian Wieland:  «Es ist ein Zwischenjahr, dieses Jahr werden wir nicht viele Käfer finden - sie schlüpfen nächstes Jahr.»

Die Kontrollen gehen weiter

Erst wenn vier Jahre keine Käfer und keine Larven gefunden werden, dürfen die Kontrollen reduziert werden. Dies sind die Regeln des Bundes in einem solchen Schädlingsfall. Ist ein Baum befallen, gibt es kein Pardon: Er und auch seine unmittelbaren Nachbarn werden gefällt.

Teurer Dauerauftrag

Wieland rechnet nicht damit, dass in vier Jahren Ruhe herrscht. «Die Käfer kamen mit einem Palett mit Randsteinen aus China, ein Produkt, das immer wieder eingeführt wird.» Die Bekämpfung geht zudem ins Geld: Bis zu eine Million Franken im Jahr. Bei der Stadt Winterthur hofft man nun, dass sich der Kanton finanziell beteiligt.

Winterthurer Käferinvasion

Ein Männchen des Asiatischen Laubholzbockkäfers.

Der Käfer kam mit einem Holzpalett aus Asien. Keystone

Der Asiatische Laubholzbock-Käfer stammt ursprünglich aus Ostasien. Vor einem Jahr haben sich die Käfer in Winterthur eingenistet und haben dort vor allem im Quartier Neuhegi die Laubbäume befallen. Die Stadt musste seither rund 280 Bäume fällen. Untersuchungen zeigen: Der Käfer ist noch nicht ausgerottet.

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