Auf Spurensuche im Museum Rietberg

Die neue Ausstellung «Gastspiel» im Zürcher Museum Rietberg ist eine Mischung aus Orientierungslauf und Ostereiersuche: Schweizer Künstlerinnen und Künstler platzieren ihre Werke zwischen indischen Buddhas, afrikanischen Masken und chinesischem Porzellan.

Maske und Larve: die Video-Installation von Pipilotti Rist.

Bildlegende: Maske und Larve: die Video-Installation von Pipilotti Rist. zvg/Iren Sarwa

Normalerweise zeigt das Museum Rietberg Kunst aus fernen Ländern, insbesondere Asien, Afrika, Latein- und Südamerika. Nun ist Schweizer Gegenwartskunst zu entdecken - nicht nur im Haus, sondern auch im Park. Kurator Damian Christinger sagt zur Grundidee der neuen Ausstellung: «Das Publikum soll Sachen entdecken, die normalerweise nicht zu sehen sind.»

Die Werke stammen von Künstlerinnen und Künstlern, die hier fremd und gleichwohl zu Hause sind. Der Freiburger Bildhauer Fabian Marti platziert am westlichen Rand des Parks ein Holzhaus. Es ist eine Kopie seines «Künstlerhotels», das er 2013 in Brasilien gebaut hat. In einem in der Regel nicht zugänglichen Bereich bei der Villa Schönberg sind vier «Betonlandschaften» von Fischli/Weiss zu entdecken. Um die Orientierung zu erleichtern, ist ein Plan erhältlich. Damian Christinger: «Es ist durchaus die Idee, dass die Werke gesucht werden.»

Unter den 21 Künstlerinnen und Künstlern, die zur Ausstellung eingeladen worden sind, ist auch Pipilotti Rist. Sie präsentiert eine bei Dunkelheit laufende Videoarbeit. «Gastspiel - Schweizer Gegenwartskunst im Museum Rietberg» dauert bis am 9. November.