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50 Jahre Stiftung Züriwerk Aus «Werkstuben für Geistesschwache» wurden vollwertige Jobs

Fräsen, Prospekte verpacken, kochen, backen, gärtnern: Menschen mit Behinderung sind heute im Arbeitsmarkt integriert - dank der Stiftung Züriwerk.

Es waren die Eltern geistig behinderter Kinder, welche sich für deren Zukunft einsetzten. 1959 gründete ein Elternverein eine «Werkstube für zurückgebliebene Kinder». 1967 wurde dann die Stiftung Züriwerk ins Leben gerufen.

Das Ziel der Stiftung: Menschen mit geistiger Behinderung sollen gleichberechtigt leben können, in die Gesellschaft integriert werden und sich persönlich entwickeln können. Zudem soll ihre Eigenständigkeit und Lebensqualität gefördert werden.

Vielfältige Arbeitswelt

Seit 1967 hat sich viel getan: «Aus ‹Werkstuben› und ‹Heimen› für ‹zurückgebliebene Kinder›, ‹Geistesschwache› oder ‹geistig Invalide› wurden echte Wohn- und Arbeitsräume für Menschen mit Beeinträchtigung», heisst es in der Broschüre zum runden Geburtstag.

Ob Metallteile fräsen, Prospekte in Couvert verpacken, Gipfeli und Brote backen, Wäsche waschen und bügeln, mit E-Bike Pakete ausliefern oder als Schauspielerin auf der Bühne des Theaters Hora stehen: Das Züriwerk sorgt für Arbeitsplätze und Wohnräume.

Um all diese Tätigkeiten sichtbar zu machen, übernahmen Menschen mit geistiger Behinderung sozusagen den Paradeplatz - und arbeiteten im Blumenladen, Café oder in der Parfumerie.