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Ausserirdisch oder menschlich? Eines der grossen ungelösten Archäologierätsel im Museum Rietberg

Vor 2000 Jahren zeichneten die peruanischen Nasca riesige Bilder in den Wüstenboden. Die Zeichnungen werfen bis heute Fragen auf.

Aus der Vogelperspektive: Hügel und Wüste, darauf grosse geometrische Dreiecke
Legende: zvg/Wolf-Dieter Niemeier

Die Nasca lebten an einem der unwirtlichsten Orte der Erde: am Rande der sprichwörtlichen Pampa. Sie hinterliessen Tausende Wüstenbilder. Das grösste bekannte Trapez ist 1,9 Kilometer lang.

Eine Wüste, darauf gezeichnet ein Wal, das Foto ist schwarz-weiss.
Legende: zvg/Alfonso Casabonne

Neben geometrischen Figuren zeigen die Zeichnungen auch Menschen und Tiergestalten wie Kolibris, Affen, Hunde oder Wale. Die Archäologen gehen davon aus, dass die riesigen Zeichnungen in die Erde gestapft wurden. Und dass die Bodenzeichnungen nicht zum Anschauen, sondern zum Ablaufen gemacht wurden. Menschen haben sich darauf bewegt, sie haben die Bilder rituell abgeschritten.

Eine Doppelausgussflasche in Form eines Orkas
Legende: zvg/Museo Nacional de Arquelogìa, Antropologìa e Hostoria del Perù

Um mit den Göttern in Kontakt zu kommen, waren die Nasca auch den Drogen nicht abgeneigt. Die Rituale wurden von der Einnahme psychoaktiver Substanzen begleitet. In den Gräbern der Nasca findet man häufig Flaschen in Form von Tieren.

Zwei rote Flöten in Form eines Dreiecks mit Zeichnungen von Menschenköpfen
Legende: zvg/Daniel Giannoni

Und auch die Musik muss eine grosse Rolle gespielt haben. Denn auch Instrumente, wie diese Flöten, gehören zu den archäologischen Schätzen. Wie genau die Rituale abgelaufen sind, wissen die Wissenschaftler aber bis heute nicht.

Die Kultur der Nasca hinterliess keine Schrift, dafür eine unendlich reichhaltige Bildsprache auf Textilien, Keramiken – und im Wüstenboden. Das Museum Rietberg zeigt in seiner Ausstellung rund 200 Exponate. Mit Hilfe von 3D Brillen können die Besucherinnen und Besucher virtuell über die Zeichnungen fliegen und sie so ganz neu erleben.

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