Autobahnprojekte: Rasch umsetzen oder ins Dino-Museum?

Nach dem Nein des Stimmvolkes zur 100-Franken-Vignette streiten sich die Politiker im Zürcher Kantonsrat darüber, ob und wie es weitergehen soll mit den geplanten Strassenbau-Projekten im Kanton.

Endet wohl noch ein paar Jahre lang im Gras: Die Oberland-Autobahn

Bildlegende: Endet wohl noch ein paar Jahre lang im Gras: Die Oberland-Autobahn Keystone

Die bürgerlichen Politiker im Kantonsrat sind der Meinung, es sei eigentlich genug Geld da, um die Oberland-Autobahn zeitgerecht zu beenden. «Das Geld wird einfach falsch eingesetzt», sagte SVP-Kantonsrat Roland Scheck am Montagmorgen am Rand der Debatte über die künftige Verwendung der Strassenbaugelder gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Für Scheck müssten die Einnahmen aus der Benzinsteuer ausschliesslich den Strassen vorbehalten sein und dürfte nicht mehr für den öffentlichen Verkehr und die Fussgänger eingesetzt werden.

«Ein Fall fürs Dinosaurier-Museum»

Die Linke sieht das ganz anders: «Die Oberland-Autobahn gehört jetzt dann bald ins Dinosaurier-Museum Aathal», sagte SP-Kantonsrätin Sabine Ziegler. Für sie ist dieses Projekt wie etwa auch die Autobahn durchs Glattal überflüssig. SP und Grüne fordern deshalb, diese Projekte seien zu stornieren. Nötig hingegen seien etwa die dritte Röhre durch den Gubrist oder die Lärmschutz-Massnahmen in Schwamendingen.