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Bahnchaos nach Entgleisung SBB verteidigt Notfallkonzept in Winterthur

Legende: Video Tagesschau vom 16.06.2018, 13:00 abspielen. Laufzeit 6:01 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.06.2018.

Ein entgleister Bauzug und Stromausfall: Im Bahnhof Winterthur ging ab 17 am Freitagabend gar nichts mehr. Ausgerechnet zur Hauptpendlerzeit. Tausende strandeten in Winterthur selbst oder an verschiedenen Bahnhöfen in der Umgebung.

Genervte Pendler mach sich auf den Weg über die Gleise im Bahnhof Winterthur.
Legende: Genug gewartet: Genervte Pendler mach sich auf den Weg über die Gleise im Bahnhof Winterthur. SRF

Fernverkehrszüge auf der West-Ost-Achse leitete die SBB rasch grossräumig um die Unfallstelle herum. Doch was hatten die Pendler in Winterthur für Möglichkeiten, die Richtung Ostschweiz oder Zürich fahren wollten? Nach Zürich verkehrten nach einiger Zeit wieder S-Bahnen. Aber Richtung Osten brauchte es viel Geduld.

Das bemängelten denn auch viele Pendler in den Sozialen Medien. SBB-Sprecher Stephan Wehrle verteidigt die Bahn im Gespräch mit SRF: Wenn im Feierabendverkehr ein solcher Unfall passiere, könne man das Chaos kaum verhindern. Winterthur sei schliesslich der viertgrösste Bahnhof der Schweiz.

Das Notfallkonzept der SBB habe aber funktioniert. Doch sei die Situation gestern «sehr aussergewöhnlich» gewesen. «Freitagabend um 17 Uhr ist absolute Hauptverkehrszeit. Zudem kam es wegen des Stromausfalls zu einem Totalunterbruch im Bahnhof Winterthur.»

Legende: Video Stefan Wehrle: «Entweder auf Reise verzichten oder Umweg nehmen» abspielen. Laufzeit 0:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.06.2018.

Da könnten auch keine Ersatzzüge verkehren, so Wehrle. Zudem verfüge die SBB nicht einfach über ungenutzte Zugskompositionen, die rasch irgendwo eingesetzt werden konnten.

Für solche Fälle arbeite die SBB mit regionalen Busbetrieben zusammen, die als Schienenersatz verkehren. Doch daure es eben eine gewisse Zeit, bis diese aufgeboten und instruiert seien. Zudem brauche es zur Hauptpendlerzeit sehr viele solche Bahnersatzbusse.

Legende: Video Die Aufräumarbeiten gestalten sich als schwierig abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.06.2018.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von H Kuhn (K.H.)
    "Auf keinem anderen Bahnnetz ..." ... Doch ! fahren sie, und teilweise sogar im 3-Minuten-Takt. Einige SBBler haben ja eine "Studienreise" dorthin gemacht, aber gelernt haben sie nichts. Mir scheint es vielmehr, das war eine Vergnügungsreise. Es ist auch klar, falls sie denn wirklich was "mitgenommen" haben, wird eine Änderung nicht von heute auf morgen vollzogen werden können. Würde man hier gleich diszipliniert arbeiten wie bei der Bahn in Japan, wäre das nicht passiert. Ext. Baufirma=laueri?
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  • Kommentar von Emil Petersen (Silberquäki)
    ... der Freitag hatte es offensichtlich in sich: am Vormittag gab es eine Fahrleitungs-störung zwischen Arth-Goldau und Brunnen – also war der Nord-Südverkehr massiv gestört... das Konzept wurde m. E. mit Bravour gelöst, mit nota-bene sehr vielen ausländischen Passagieren. In Arth-Goldau standen Trauben von Menschen und in Flüelen laut Aufsicht an die 800 gestrandete Fahrgäste... und kein Maulen. Ich war sehr beeindruckt. • Wir jammern auf höchstem Niveau
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  • Kommentar von Erich Singer (liliput)
    Es sind wieder sehr viele Stänkerer und Meckerer unterwegs. warum melden die sich eigentlich nicht wenn sie ohne Probleme reisen können. Solche Pannen kommen in einem solch dichten Verkehrsnetz einfach mal vor.
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