Bedarf an Spenderblut nimmt im Kanton Zürich ab

Blut spenden, Leben retten – diese Devise gilt noch immer. Doch die Spitäler im Kanton Zürich brauchen zurzeit weniger Blut. Darum reduzieren Blutspendezentren in der Region ihre Öffnungszeiten oder schliessen sogar ganz. Blutspenden bleibt aber weiterhin wichtig.

Eine Person im weissen Kittel hält sieben Beutel mit Blutkonserven in den Händen.

Bildlegende: Beutel mit Spenderblut beim Zürcher Blutspendedienst – doch nicht von allen Blutgruppen hat es genug. Keystone

Dass die Spitäler weniger Spenderblut brauchen, hat mehrere Gründe: Einerseits seien die Operationstechniken besser geworden. Andererseits sei man bei Transfusionen generell zurückhaltender geworden, erklärt Alexander Markovic, medizinischer Leiter des Zürcher Blutspendedienstes, die Entwicklung.

Abbau und Schliessung

Der Blutspendedienst hat deshalb seine Zentren aufgefordert, weniger Blut abzuliefern. Diese haben daraufhin ihre Öffnungszeiten reduziert und Personal abgebaut. Das Zentrum am Spital Bülach schliesst im Mai seine Türen sogar ganz, berichtet der Winterthurer «Landbote».

Allerdings gibt es immer noch Blutgruppen, für die zu wenig Spenderblut vorrätig ist – beispielsweise für Patienten mit dem Rhesusfaktor negativ. Auch könne sich die Situation schnell wieder ändern, heisst es beim Zürcher Blutspendedienst. Das Spenden bleibt deshalb auch in Zukunft wichtig.