Bei der Falzmaschine wird nicht gespart

Der Zürcher Gemeinderat hat die zweite Etappe seiner Monsterdebatte zum Budget 2014 aufgenommen. Gestritten wird nicht nur über grosse Brocken, sondern auch über vergleichsweise kleine Beiträge. Zum Beispiel über 70'000 Franken für eine neue Falzmaschine der Stadtpolizei.

Zürcher Gemeinderäte wollen nicht selber Briefe falzen.

Bildlegende: Zürcher Gemeinderäte wollen nicht selber Briefe falzen. Keystone

Einer der über 400 Sparanträge sorgt heute im Zürcher Gemeinderat ebenfalls für viel Gesprächsstoff. Die SVP beantragte im Rahmen der Budgetberatung 70'000 Franken für eine neue Falzmaschine zu streichen.

Die Maschine halte sicher noch ein paar Jahre, meinte ein SVP-Sprecher. Polizeivorstand Richard Wolff wehrte sich jedoch für seine neue Maschine. «Die Maschine ging im letzten Jahr 21 Mal kaputt und es gibt keine Ersatzteile mehr», verteidigte er den Kredit. Und drohte weiter: «Wenn ihr uns diese Maschine streicht, könnt ihr die 120 000 Briefe selber falzen.»

Diese Drohung zeigt Wirkung. Der Beitrag für die neue Maschine wurde bewilligt - die Gemeindräte müssen nicht selber falzen.