Beringen bringt Asylsuchende in Wohnungen unter

Nach dem knappen Nein zur geplanten Asylunterkunft ist nun klar: Beringen wird alle Asylbewerberinnen und Asylbewerber künftig in Wohnungen einquartieren. Das alte Zentrum im Dorf kann nicht saniert werden. Es wird abgerissen.

Der Dorfkern von Beringen.

Bildlegende: Der Gemeinderat befürchtet, dass die Preise für Wohnraum in Beringen steigen. ZVG

Die Liegenschaft Bienengarten ist in so schlechtem Zustand, dass sie abgerissen werden muss. Der ursprünglich geplante Neubau kann aber nicht gebaut werden. Die Bevölkerung hat sich am 18. Mai ganz knapp gegen den 1,3-Millionen-Franken-Bau ausgesprochen.

Im neuen Zentrum hätte es Wohnraum für maximal 18 Asylsuchende gegeben. Nun muss die Gemeinde zusätzlich Privatwohnungen mieten. Für Gemeindepräsident Hansruedi Schuler ist klar, dass das längerfristig betrachtet teurer kommt: «Wir sind überzeugt, dass das die schlechtere Lösung ist. In Beringen wird viel alter Wohnraum laufend saniert. Die Preise werden steigen.»

Land an bester Lage

Das Grundstück beim Bahnhof, auf dem die Asylunterkunft geplant war, bleibt weiterhin im Besitz der Gemeinde. Hansruedi Schuler: «Die Parzelle befindet sich an strategisch bester Lage. Wir wollen uns Gedanken machen, was damit passieren soll.» Ideen sind da, konkrete Pläne gibt es aber noch nicht.