«Best-of-Wahlpodium»

Welche Fehler wurden im Fall Carlos gemacht? Wo soll der Kanton Zürich den Gürtel enger schnallen? Die drei Frauen und acht Männer, die um einen Sitz in der Zürcher Regierung kämpfen, stritten sich über diese und andere Fragen. Der Ton blieb dabei anständig, aber nicht minder engagiert.

Justizdirektor Martin Graf (Grüne) übte beim Thema «Carlos» Selbstkritik. CVP-Kantonsrätin Silvia Steiner verzichtete auf den Frontalangriff, obwohl ihre Partei den Sitz des Grünen Regierungsrats zurückerobern möchte. FDP-Kantonsrätin Carmen Walker Späh konnte noch immer nicht verstehen, dass der straffällige Jugendliche Thaibox-Stunden als Therapie erhalten hatte. SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr fügte an, dass die Resozialisierung kostet, diese aber auch Wirkung zeigen sollte. Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) schliesslich hob hervor, dass der Kanton Zürich trotz allem sehr sicher sei.

Sparen bei Beschaffungswesen...

In der zweiten Gesprächsrunde, einer reinen Männerrunde, waren die Finanzen eines der beiden Hauptthemen. Nach Sparrezepten befragt, waren sich die Kantonsräte Markus Bischoff (AL) und Marcel Lenggenhager (BDP) einig: Beim Beschaffungswesen und der Immobilienbewirtschaftung hat es noch Luft. EVP-Kantonsrat Nik Gugger wollte dem Beispiel Berns folgen und auf LED-Technik bei der Strassenbeleuchtung setzen.

...und mit Euro-Rabatt für Polizeiautos

Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) konnte dank tiefem Euro eine ganze Flotte neuer Polizeiautos günstiger einkaufen. Baudirektor Markus Kägi (SVP) sieht bei jedem Projekt Möglichkeiten, Abstriche zu machen. Und für den FDP-Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger liegt die Lösung in mehr Effizienz.