Betonklotz oder Architekturperle?

Der Erweiterungsbau des Landesmuseums in Zürich polarisiert: Für die einen ist der 111-Millionen-Franken-Bau ein grosser architektonischer Wurf, für die anderen ein hässlicher Termitenbau. Fakt ist: Das Gebäude steht, und im Sommer läuft die erste Ausstellung.

Mächtig und geräumig: So lässt sich der Erweiterungsbau des Landesmuseums umschreiben. Von aussen gleicht das 111 Millionen Franken teure Ungetüm einer Festung aus Beton. Innen fühlt man sich wie in einem grauen Schiffsbug – Bullaugen inklusive.

Entworfen haben den Anbau die Architekten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein. Auf einer Führung für Journalisten meinte Landesmuseums-Direktor Andreas Spillmann am Donnerstagvormittag: «Dieser Monolith mit seinem wechselnden Gesicht ist gleichzeitig spielerisch und schön.»

Noch sind die Bauarbeiten nicht fertig. Eröffnet werden soll der Erweiterungsbau dann an einem symbolträchtigen Datum – typisch für das Landesmuseum: Am Nationalfeiertag, am 1. August 2016.