Binz-Party: Beim Kanton herrscht Katerstimmung

Zwei bis vier Tonnen Abfall mussten nach dem dreitägigen Fest auf dem Binz-Areal von Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) entsorgt werden. Deutlich weniger als nach der Besetzung vor zwei Jahren. Trotzdem ist der Kanton, als Eigentümer des Areals, nicht zufrieden mit der Situation.

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Nachspiel nach Binz-Besetzung

2:55 min, aus Schweiz aktuell vom 20.7.2015

«Auf unserem Areal kam es zu einem Hausfriedensbruch und es wurde eine Party gefeiert, ohne Bewilligung», sagt der Sprecher der Zürcher Baudirektion, Dominik Bonderer. Glücklich sei man mit der Situation deshalb auf keinen Fall.

Streit um Abfallentsorgung

Die Kosten für die Entsorgung des Abfalls, zwischen 5'000 und 10'000 Franken, wolle der Kanton sicher nicht bezahlen, hält Bonderer fest. Wer sonst dafür aufkommen soll, ist allerdings unklar. Die Polizei hat die Personalien der Besetzer zwar aufgenommen, ob sie zu einer Zahlung verpflichtet werden können, ist aber nicht sicher.

Keine weitere Besetzung geduldet

Der Vorwurf der Besetzer, das Areal liege jetzt schon zwei Jahre brach, lässt Dominik Bonderer nicht gelten. «Die Altlastensanierung ist noch im Gang, das ist eine langwierige Sache.» Eine weitere Besetzung wollen die Polizei und der Kanton Zürich unbedingt verhindern. Wie genau sie dies bewerkstelligen wollen und welche Strategie insbesondere die Polizei verfolgt, wollte diese auf Anfrage des «Regionaljournals» nicht offenlegen.