Birmensdorf weiterhin ohne Internet

Seit Montag sind weite Teile von Birmensdorf vom World Wide Web abgeschnitten. Regenwasser hat die Telefonzentrale der Swisscom überschwemmt, was zum Zusammenbruch des Telefonnetzes und des Internets führte. Die Betroffenen müssen voraussichtlich noch länger auf Internet verzichten.

Viele farbige Kabel und ein Computer.

Bildlegende: In der Swisscom-Zentrale in Birmensdorf fliesst zurzeit kein Internet durch die Kabel. Keystone (Archiv)

Das Wasser in der Zentrale der Swisscom führte zu einem Kurzschluss, es kam gar zu einem Brand. Seither arbeite die Swisscom daran, die Schäden zu beheben, sagt Mediensprecher Christian Neuhaus: «Wir sind daran, die Telefonzentrale neu zu installieren. Die ganze Ausrüstung wird ersetzt.» Damit die Betroffenen trotzdem ins Internet können, hat die Swisscom einen Help Point eingerichtet.

Voraussichtlich am Montag sei Birmensdorf wieder an die kommunikative Aussenwelt angeschlossen, stellt Christian Neuhaus in Aussicht. Bis dann sollen das Festnetz, das Internet und der Fernsehempfang wieder funktionieren.

«Notfallszenario» bis am Montag

Bis dahin patrouilliert auch die Zürcher Kantonspolizei durchs Dorf, so Marc Besson, Sprecher der Kantonspolizei: «Wir bleiben vor Ort, bis das Problem behoben ist.»

Und auch die Gemeindeverwaltung reagiert darauf, dass die Störung auch am kommenden Wochenende noch anhalte. Gemeindeschreiber Angelo Umberg: «Bis am Montagabend wird das Notfallszenario aufrechterhalten.» Das bedeutet: Die Leute können sich von morgens um 7 Uhr bis abends um 18 Uhr an die Gemeindeverwaltung richten, in der restlichen Zeit ist das Feuerwehrlokal als Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger besetzt.

Auch Abstimmungssonntag ohne Internet

Eine besondere Schwierigkeit stellen die Abstimmungen von kommendem Sonntag dar. Weil: Die Resultate aus der Gemeinde müssen an den Kanton übermittelt werden. Gar nicht so einfach, ohne Internet. Doch der Gemeindeschreiber Angelo Umberg hat eine Lösung parat: «Die Auszählung der Stimmen findet wie immer im Gemeindehaus statt. Die Auswertung machen wir dann an einem Ort mit Internet.» Entweder auf dem Posten der Kantonspolizei oder bei der Stadt Dietikon.

Allerdings sei mit einer leichten Verspätung der Abstimmungsresultate zu rechnen, schmunzelt Umberg: «Wenn wir es bei der Polizei machen, geht es zehn Minuten länger als sonst. Wenn wir nach Dietikon müssen, dauert es eine halbe Stunde länger als üblich.»