Bombenleger von Seebach: Jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft

Für die Ermittlungen gegen den Rohrbomben-Leger von Zürich-Seebach ist seit Mittwoch die Bundesanwaltschaft zuständig. Die Zürcher Staatsanwaltschaft gab den Fall ab.

Plan des Geländes in Zürich-Seebach, wo die selbstgebastelten Bomben gefunden wurden.

Bildlegende: Auf diesem Werkgelände in Zürich-Seebach wurden die selbstgebastelten Rohrbomben gefunden. mapsearch

Die Bundesermittler sind von Gesetzes wegen für alle Fälle zuständig, bei denen es um Sprengstoff oder Sprengsätze geht. Die Suche nach dem oder den Tätern wird deshalb vom Bund weitergeführt.

Bekennerschreiben aufgetaucht

Eine Sprecherin bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass das Verfahren im Fall Zürich-Seebach eingeleitet wurde. Am Montag, also fünf Tage nach dem Bomben-Fund, tauchte auf einer Plattform der linken Szene ein Bekennerschreiben eines Unbekannten auf. Ob es sich beim Verfasser des Briefes tatsächlich um den Bombenleger handelt, ist unklar.

Der Schreiber warf der betroffenen Kanalreinigungsfirma zahlreiche Fehlleistungen vor und bezeichnete die beiden Sprengsätze als «Abrechnung». In dem Brief kündigte er zudem an, dass er sich der Polizei stellen werde. Am vergangenen Mittwochmorgen entdeckte ein Mitarbeiter die selbstgebastelten Bomben.