Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Brandstifter in Elgg: Strafe zugunsten von Therapie aufgeschoben

Das Bezirksgericht Winterthur verurteilte am Donnerstag den 26jährigen Brandstifter aus Elgg zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 2,5 Jahren wegen mehrfacher, teilweise versuchter Brandstiftung. Die Strafe wird zugunsten einer ambulanten Therapie aufgeschoben.

Legende: Video Brandstifter verurteilt abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.02.2013.

Der Angeklagte wurde von den Richtern in 19 Fällen schuldig gesprochen, also nur in den Fällen, die der Beschuldigte gestanden hatte. Weitere elf Fälle, die ihm zur Last gelegt worden waren, stritt er ab. Darunter zum Beispiel den Brand in einer Reithalle in Elgg. In diesen Fällen wurde er freigesprochen.

Ein Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin attestierte dem Verurteilten eine erhebliche Rückfallgefahr, falls seine Probleme nicht behandelt werden. Der Verteidiger Andreas Frei hatte auf eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten plädiert, aufgeschoben zu Gunsten einer Therapie. Er reagierte zufrieden auf den Richterspruch: «Das Urteil entspricht in weiten Teilen dem, was wir verlangt haben.» Der Staatsanwalt Martin Wyss hatte fünf Jahre Freiheitsstrafe gefordert. Noch ist offen, ob er das Urteil weiterziehen wird. «Ich habe die Teilfreisprüche zur Kenntnis genommen. Nun warte ich die schriftliche Urteilsbegründung ab», sagte Wyss nach der Urteilseröffnung.

Der ehemalige Feuerwehrmann hatte zwischen Februar 2011 und Januar 2012 in Elgg ZH mehrere Brände gelegt. Er zündete Holzbeigen und Häuser an und versetzte die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Personen waren glücklicherweise nie zu Schaden gekommen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von H. Wenger, Münchenbuchsee
    Es bleibt einfach zu hoffen, dass der Verurteilte die Kraft hat um die 2 1/2 Jahre Therapie e r f o l g r e i c h durchziehen zu können. Bestimmt besser als 5 Jahre grosse finanzielle Kosten im Knast zu veranlassen und uneinsichtig dann wieder "gefährlich" in den Alltag zu entlassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Hoffentlich bleibt er nun lange aus dem Verkehr gezogen. Solche Menschen die anderen mit vorsätzlichen Straftaten versuchen die Existenz zu zerstören, oder gar zerstören können (wie das BfM), sind von der ganz widerwärtigen Sorte. Schön zu wissen dass solche miesen Straftäter langfristig den Kürzeren ziehen und zur Rechenschaft gezogen werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen