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Zürich Schaffhausen Bschiss beim Metzger: Es droht eine Busse

Die Sendung «Kassensturz» von SRF deckte am Dienstagabend auf, dass eine Metzgerei in Hausen am Albis mehrfach mariniertes Pferdefleisch als Rindfleisch verkaufte. Das kantonale Labor prüft nun die Vorwürfe. Den Laden schliessen kann der Kanton aber nicht.

Ein Labormitarbeiter nimmt Proben eines Stücks Fleisch
Legende: Sollte der fehlbare Betrieb in «untolerierbarem Ausmass» gegen Vorschriften verstossen haben, wird er angezeigt. Keystone

Eine Metzgerei braucht im Kanton Zürich keine Bewilligung, um Fleisch zu verkaufen. Entsprechend kann einem fehlbaren Geschäft auch keine Lizenz entzogen werden. Das kantonale Labor zeigt aber Betriebe, die in «untolerierbarem Ausmass» gegen Vorschriften verstossen, bei den Strafbehörden an. Das sagt Bruno Pacciarelli, Bereichsleiter beim Labor des Kantons Zürich.

Jetzt wird das kantonale Labor auch im Fall des Metzgers aus Hausen am Albis aktiv, wie Pacciarelli auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» sagt. Der «Kassensturz» hatte am Dienstagabend berichtet, dass dieses Geschäft über einen längeren Zeitraum mariniertes Pferdefleisch als teureres Rindfleisch verkauft hat. Man überprüfe, wie gravierend die Verfehlungen seien, erklärt Pacciarelli.

Das Zürcher Lebensmittelinspektorat ist auch in anderen Fällen für verunsicherte Konsumenten da. Es betreibt einen telefonischen Präsenzdienst, bei dem man sich bei Fragen melden kann oder wenn es nach dem Besuch im Restaurant im Bauch rumort. Das kantonale Labor nehme solche Hinweise gerne entgegen, sagt Bruno Pacciarelli: «Wenn sich Meldungen wiederholen, ist das meistens ein gutes Indiz dafür, dass es in einem Betrieb Probleme gibt.»

2 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Möglicherweise lohnt sich die Sache trotz Busse noch. Denn die Busse wird sich nicht nach der Grösse des Betrugs richten, sondern nur einen Verstoss ahnden. Das eigentliche Delikt ist aber Betrug, und da dies ein Antragsdelikt ist, dessen Beweise längst verspeist sind, dürften sich weitere Massnahmen erübrigen. Ein hervorragendes Lehrstück für potentielle Nachahmer. Man könnte fast schon einen Business Case rechnen…
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    1. Antwort von Eveline M. Rudin-Metz, 8117 Fällanden (z.Z. in absentia)
      Da kann ich nur zustimmen. Dass für Fleischverkauf keinerlei Lizenz erforderlich ist, hat mich fast umgehauen.....Als Konsument habe ich doch a priori ein Recht auf staatliche Kontrolle eines Lebensmittelbetriebes oder nicht? Herrscht bei uns etwa die Idee " Kontrolle ist gut aber Vertrauen ist besser ? Kopfschütteln.
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