Bucher hat weniger Aufträge für Landmaschinen

Der Maschinenbauer Bucher kämpft weiter mit dem starken Franken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Aufträge und der Umsatz in den ersten neun Monaten 2015 um rund 11 Prozent gesunken. Vor allem bei den Landmaschinen hat der Konzern aus Niederweningen einen schweren Stand.

Der Motor beim Verkauf der Landmaschinen stottert - ein Bucher-Fahrzeug beim Pflügen.

Bildlegende: Der Motor beim Verkauf der Landmaschinen stottert: ein Bucher-Fahrzeug beim Pflügen. Keystone

Die Auftragsbücher von Bucher Industries sind weiterhin schlecht gefüllt. Auftragseingang und Umsatz reduzierten sich in den ersten neun Monaten deutlich. Dafür verantwortlich sind vor allem der starke Franken und weltweit sinkende Preise im Ackerbau.
Von Januar bis September sank der Konzernumsatz um knapp 11 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken. Der Konzern beziffert die negativen Folgen des starken Frankens auf den Umsatz auf rund 7 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Sorgen bereitet Bucher auch die Auftragslage. Der Auftragsbestand per Ende September lag bei knapp 628 Millionen Franken. In den ersten neun Monaten brachen die Auftragseingänge damit um 11 Prozent ein.

Starker Gegenwind bei Landmaschinen

In der wichtigsten Division, der Kuhn Group für Landmaschinen, ging der Umsatz um über 14 Prozent zurück. Der Auftragsbestand sank gar um über ein Viertel. Den Hauptgrund für den anhaltenden Nachfragerückgang sieht das Unternehmen in den weltweit sinkenden und stark volatilen Preisen für Ackerbauerzeugnisse. Bei einzelnen Produktfamilien im Ackerbau sei die Nachfrage teilweise um bis zu 40 Prozent eingebrochen.

Auf tiefem Niveau stabil blieb nach Unternehmens-angaben der Markt für Kommunalfahrzeuge. Der Umsatz ging dennoch um 9 Prozent auf 269 Millionen Franken zurück, und auch der Auftragsbestand reduzierte sich um über 10 Prozent. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet der Konzern einen Umsatzrückgang und weniger Betriebsgewinn.